#58 – Zurück in alte Muster / Neuer Plan: Selbstliebe

So mancher hat mir vor meiner Abreise prophezeit, dass ich ganz bestimmt nicht mehr die Alte sein und total verändert von dieser Indienreise zurückkehren werde. Unsicher, ob ich davor jetzt Bammel haben oder mich darauf freuen sollte, habe ich es einfach geschehen lassen. Vorstellen konnte ich mir das ohnehin irgendwie nicht. Was könnte in diesen vier Monaten passieren, das mich total verändert?! … Und doch hatte ich irgendwie die Hoffnung total entspannt, zufrieden und ungeplant zurück zu kommen.

„#58 – Zurück in alte Muster / Neuer Plan: Selbstliebe“ weiterlesen

#57 – Back Home / 8 Fragen an mich

Long time no see. Es ist ruhig geworden um unplanbar.com. Aber no worries – es gibt mich noch! Ich bin lediglich ein wenig schreibfaul geworden und weiß bei meiner ewig langen ToDo-Liste nicht wo ich anfangen soll (Freizeitstress – sehr arm, ich weiß). Mit ein wenig schlechtem Gewissen melde ich mich also heute mit dem ersten Beitrag aus der Heimat und beantworte Fragen, die mir in den letzten drei Wochen im Zuge meines Familie-Bekannte-Freunde-Treffen-Marathons gestellt wurden.

„#57 – Back Home / 8 Fragen an mich“ weiterlesen

#56 – Über den Wolken / Von der Relativität der Zeit und von Vorfreude

Ein Beitrag vom 31.05.2019 – aus dem Flugzeug irgendwo zwischen Dubai und Wien

So wie ein Ashram nicht gleich ein Ashram ist, sind 24 Stunden auch nicht gleich 24 Stunden. Vielleicht erinnert ihr euch noch dunkel an Weihnachten in eurer Kindheit oder ihr seht es in euren Familien. Die Nervosität beginnt im Grunde schon mit dem Öffnen des ersten Kästchens am Adventkalender. Am 24.12. selbst ist es aber dann nicht auszuhalten. Als mein großer Neffe noch klein war, hat er am Weg von der Kirche nach Hause gesagt: „Ich bin schon ganz hibbelig und kribbelig.“ (Zucker oder? Das werde ich wohl nie vergessen…) Wenn sich Weihnachten also so anfühlt, dann ist für mich heute Weihnachten. Denn es geht nach mehr als vier Monaten in Indien zurück nach Österreich.

„#56 – Über den Wolken / Von der Relativität der Zeit und von Vorfreude“ weiterlesen

#55 – Sivananda Yoga Ashram Madurai / Vom Handyfasten und dem perfekten Abschluss der Reise

Ich frage mich wie viel Zeit ich täglich am Handy verbringe. Falsch. Ich frage mich nicht. Ich bin erschüttert. Der Nachwuchs meines Bruders beschwert sich darüber schon seit Jahren. Mir klingen ihre Worte im Ohr: „Du immer mit deinem Handy…!“ (Zumindest bis der Große sein eigenes bekommen hat…) Seit ich in Indien bin hat sich daran nicht viel verändert. Listen schreiben. Gedanken notieren. Sachen googeln. Schauen was die Freude in der Heimat treiben. Familie auf dem Laufenden halten. Familie mit Fotos versorgen. Schauen wie spät es gerade daheim ist und sich vorstellen was der Partner gerade treibt. Die Verbindung zur nächsten Destination raussuchen. Fotografieren. Filmen. Auf die Uhr schauen. Tonaufnahmen machen. … Und auch einfach nur auf Facebook und Instagram scrollen ohne danach genau zu wissen was ich gesehen habe. Ein Tag ohne Handy? In meiner Vorstellung ein Ding der Unmöglichkeit. … Dann reise ich ins Sivanada Yoga Ashram nach Madurai. Irgendwo im Nirgendwo. Und plötzlich habe ich das Bedürfnis danach. Mach’s einfach. Und melde mich für vier Tage ab.

„#55 – Sivananda Yoga Ashram Madurai / Vom Handyfasten und dem perfekten Abschluss der Reise“ weiterlesen

#54 – Palmblattbibliothek in Indien (Teil 2) / Meine Lesung

Wie im letzten Beitrag #53 – Palmblattbibliothek in Indien (Teil 1)/ Meine Zukunft auf einem Palmblatt?bereits vorweggenommen: Der vor drei Monaten vereinbarte Termin in der Palmblattbibliothek hat tatsächlich letzte Woche stattgefunden. Ich bin also ein zweites Mal nach Bangalore gereist um mir meine Zukunft voraussagen zu lassen. Hingegen aller Befürchtungen findet der Reader nach ein paar Fragen mein Palmblatt, faltet es auseinander und beginnt zu lesen…


Gänsehaut gleich zu Beginn

Vorab wird mir erklärt in welchem Alter ich unter welchem Planeteneinfluss stehe. (Das sagt mir zwar nichts, aber da kann ich da noch schlauer werden…)

Gleich danach stellt er fest, dass ich auf der Suche nach mir selbst bin und nach dem Sinn des Lebens. (Ok… Wenn man will kann man sagen, dass das nahe liegt, wenn man ihn besucht. Aber dennoch… Ja – ich bin tatsächlich auf der Suche. Und das war auch ein Grund warum ich ausgerechnet Indien als Reiseziel gewählt habe.)

Er sagt mir, dass ich mit 19 Jahren begonnen habe zu arbeiten (was tatsächlich stimmt…) und erläutert meine beruflichen Träume. … Was mir dann gleich mal richtig arge Gänsehaut beschert, da ich mich tatsächlich vor allem in den letzten Wochen sehr mit diesem Thema beschäftige (dafür gibt es Ohrenzeugen) und er mit seinen Aussagen den Nagel auf den Kopf trifft (wie unheimlich ist das eigentlich???). Er weiß doch tatsächlich in welchem Bereich ich gerne tätig sein möchte und in welcher Form. Mit riesigen Augen schaue ich ihn an während er mich am Ende fragt: „Entspricht das deinen Träumen?“ – „Ähm… Ja.“ – „Keine Sorge. Das wird kommen. Nicht sofort. Aber das kommt.“

Im Anschluss zählt er ein paar Themen auf, mit denen ich mich in meinem zukünftigen Leben noch näher beschäftigen und weiterbilden werde. Einige interessieren mich tatsächlich seit langer Zeit bzw. fühle ich mich zu den Themen hingezogen. Andere hatte ich noch nicht am Radar. Eines der ersteren ist beispielsweise Yoga (er weiß übrigens auch, dass ich bereits weiß wie man Yoga lehrt – und wieder schaue ich ihn mit großen Augen an…) und die indisch Philosophie (auf meiner Wunschliste zum Geburtstag stehen etliche Bücher, die dieses Thema behandeln – was soll ich dazu sagen…?).

Ein genauer Blick in die Zukunft

Und damit sind wir auch schon beim konkreten Blick in die Zukunft. Er erklärt mir in welchem Alter sich sowohl privat als auch beruflich etwas – und noch dazu was – ändern wird. Als ich feststelle, dass das schon noch sehr viele Jahre sind, korrigiert er um ein paar nach unten. (Na hoffen wir er macht das nicht nur, um mich zu beruhigen… Früher oder später kann ich es ja prüfen.)

In der näheren Zukunft – sprich: dieses Jahr – werde ich noch viel Reisen (das wäre tatsächlich die Idee…). Er sagt ich werde die wichtigsten Städte dieser Welt sehen (das war eigentlich nicht mein Plan). Da ich korrigiere und sage, dass ich eigentlich etwas anderes vorhabe, gibt er sich damit zufrieden.

Meine früheren Leben

Und schon sind wir bei meinen früheren Leben. Ich erfahre, dass ich bereits zwei Leben in Indien und drei in Europa verbracht habe. Und auch welche Berufe ich hatte und welche Einflüsse das auf mein jetziges Leben hat/haben kann oder wird. Mit einigen Dingen kann ich mich jetzt schon sehr gut identifizieren, andere hatte ich irgendwo im Hintergrund am Radar.
Aufgrund eines der Vorleben beispielsweise fühle ich mich in anderen Ländern sehr schnell wohl und „zu Hause“ (was mich ja in Indien total überrascht hat, als ich hier ankam…). Ich werde daher noch viel reisen, aber grundsätzlich in Österreich ansässig bleiben.

Fast vom Stuhl gerutscht

Als es dann um meine Familie bzw. Mutter geht, rutsche ich schlussendlich fast vom Stuhl. Er trifft Aussagen, die unmöglich auf jede Mutter-Tochter-Beziehung zutreffen können (im Positiven natürlich… 🙂 ), ich mich aber exakt darin wiederfinden kann. Ich glaube auch meine Mama war etwas überrascht, als ich dir davon erzählt habe. Ziemlich unheimlich…

Mantra und Zeit für Fragen

Üblich ist es auch, dass man ein eigenes Mantra mitbekommt, dass man täglich mehrmals chanten soll. Es unterstützt beim Erreichen der eigenen Ziele und Verwirklichung der Träume. Zugegebenermaßen: Ich muss meins noch üben, auch wenn es nur sechs Worte auf Sankrit sind.

Als ich die Gelegenheit habe Fragen zu stellen, stelle ich fest, dass bereits alle Punkte von meiner Liste vorgekommen sind, bis auf die Gesundheit. Auch da läuft alles positiv und es gibt keine großen Herausforderungen, sagt er. Dass ich aber derzeit immer wieder Probleme mit einem meiner Organe habe (und auch damit hat er recht… ich glaub ich werd’ nicht mehr) und was ich tun soll damit sich das ändert. Ich werde ein langes Leben haben und sogar mein Sterbealter kann er mir sagen (was mich dann doch etwas zum Schlucken bringt…).

Zu viele Informationen in zu kurzer Zeit… Weitere Fragen fallen mir daher natürlich aktuell keine ein. Als ich nicht ganz sicher bin wie ich mit all den Informationen umgehen soll und offenbar etwas verzweifelt schaue, sagt er ganz zum Schluss noch: „Sei zufrieden. Du bist auf einem guten Weg.“ und lächelt mich an.

Fazit

Ich war ganz zu Beginn etwas verunsichert, da ich in Berichten gelesen habe, dass das Finden des richtigen Blattes oft etwas anders verläuft. Und auch dass nichts über meine Vergangenheit diesen Lebens erzählt wurde, hat mich – im Nachhinein betrachtet – etwas enttäuscht (Leider habe ich es zu spät bemerkt und nicht danach gefragt… Da hätte ich noch etwas auf Richtigkeit prüfen können. 😉 )

Insgesamt waren ein paar Informationen/Fragen dabei mit denen ich gar nichts anfangen konnte. Aber mindestens genau so viele, die meine Augen auf eine gefühlt überdimensionale Größe haben wachsen lassen. Habt ihr ja selbst gelesen… Einige Dinge davon treffen vielleicht auf einen Großteil von Frauen in meinem Alter zu. Andere definitiv nicht.

Was jetzt noch bleibt, ist die Spannung, ob mein vorhergesagtes Leben tatsächlich so eintreffen wird. Bei Gelegenheit werde ich euch in ein paar Jahren berichten. 🙂

English Version: #54 – Palmleaflibrary in India (part 2) / My reading

#53 – Palmblattbibliothek in Indien (Teil 1) / Meine Zukunft auf einem Palmblatt?

Vor tausenden von Jahren sollen in Indien die Schicksale von Menschen auf Palmblättern niedergeschrieben worden sein. Von Menschen wie dir und mir. Und heute soll man in sogenannte Palmblattbibliotheken gehen und sich sein Palmblatt vorlesen lassen können. Was gibt es zu meinen Vorleben zu sagen? Was ist in diesem Leben in der Vergangenheit passiert? Wie sieht es derzeit aus? Was wird die Zukunft bringen? Beruflich – Privat – Gesundheitlich. Wer mich kennt weiß: Ich bin spirituellen und übernatürlichen Dingen sehr aufgeschlossen gegenüber. Aber wie zum Geier soll das funktionieren?! … Letzte Woche habe ich mich höchstpersönlich davon überzeugt. Meine Lebenserwartung war nur eines der Dinge, die mir vorausgesagt wurden.

„#53 – Palmblattbibliothek in Indien (Teil 1) / Meine Zukunft auf einem Palmblatt?“ weiterlesen

#52 – Das Highlight meiner Indienreise: Kolukkumalai, die zweithöchste Teeplantage der Welt

Als ich von der zweithöchsten Teeplantage der Welt höre und dass es DAS Ausflugsziel rund um Munnar ist, beschließe ich es als erstes in Angriff zu nehmen. Angeblich fahren die meisten mit dem Jeep hinauf. Ein Deutscher aus dem Hostel erzählt aber, dass er zu Fuß gegangen ist. Da mir unbedingt danach ist mir die Beine zu vertreten und mich in dieser wundervollen Landschaft zu bewegen, beschließe ich letzteren Aufstieg zu wählen. Phoebe und Ben, ein neuseeländisches Pärchen, fragen mich, ob ich mit ihnen auf dem Gipfel in einem Zeltlager übernachten möchte. „Warum eigentlich nicht? Ja, ich bin dabei.“ … Da ahne ich noch nicht, dass es das Highlight meiner Indienreise werden würde.

Zum Ausgangspunkt nach Suryanelli

Wir starten an meinem zweiten Tag gegen 9 Uhr aus Anachal mit dem Bus nach Munnar (ca. 20 Minuten). Dieser ist so knackevoll, dass ich kaum Luft holen kann und mein Rucksack einem kleinen Jungen bei jeder Kurve gegen den Kopf drückt. Da ich mich keinen Millimeter bewegen kann, kann ich daran aber nichts ändern und lächle entschuldigend… Außerdem bekommen die Serpentinenstraßen einer Inderin nicht gut und sie übergibt sich im Bus. Na das beginnt ja gut…

In Munnar versuchen wir vergeblich einen öffentlichen Jeep zu finden, der uns nach Suryanelli bringt. Schlussendlich müssen wir uns einen privaten leisten, was aber mit 200 Rs pro Person für eine 40-minütige Fahrt halb so schlimm ist. Die Straßen sind in katastrophalem Zustand und auf dem Großteil der Strecke finden Arbeiten statt. In Suryanelli angekommen fühle ich mich gut durchgeschüttelt. Aber das gehört zu einer Jeepfahrt ja irgendwie dazu, oder?! 🙂

Indien und die Bürokratie

Als wir unseren Weg in Suryanelli antreten wollen werden wir ohne einen Schritt getan zu haben schon aufgehalten. Wie im letzten Beitrag schon berichtet: In Indien kann man nicht einfach draufloslatschen. Die Inder wollen ja schließlich auch etwas von unseren Wanderungen haben… Daher braucht man eine Genehmigung – die man eigentlich nicht so leicht bekommt. Es wird also herumtelefoniert, bis der Zuständige versichert ist, dass wir am Gipfel ein Zelt gebucht haben und wir zu Fuß los dürfen (es fahren sonst alle Menschen mit dem Jeep hinauf, weshalb wir auch reichlich erstaunte Blicke ernten…). Die Genehmigung müssen wir uns in der Teefabrik in ca. 2km abholen.

Als wir an der Teefabrik ankommen ist uns nach ein bisschen Rebellion und wir gehen einfach dran vorbei. Dumdidum… Den Mutigen gehört die Welt! … Und die müssen nach einem Kilometer wieder umkehren, weil sie erwischt werden. 😉 Im Office der Teefabrik verbringen wir erneut 30 Minuten (eine der indischen Spezialitäten ist die Bürokratie…). Dann kann es aber tatsächlich losgehen!

Aufi auf’n Berg

Über 11km und 860hm geht es Serpentine für Serpentine durch die Teeplantagen. Zwar sehr bewölkt, aber überall grün, von Bergen umgeben – unmöglich sich satt zu sehen. Wir machen reichlich Fotos, aber stellen fest: „Niemals kann man das auf Bildern festhalten…

Nach fast 3,5 Stunden (ja – wir waren sehr gemütlich unterwegs…) erreichen wir ein Gebäude, das ein bisschen nach Restaurant aussieht. In sehr schlechtem Englisch wird uns versichert, dass wir hier richtig beim Zeltlager sind. Wir sind skeptisch, aber tatsächlich: Wir haben es geschafft! Unsere beiden Zelte stehen auf einer kleinen Aussichtsplattform mit eigenem kleinen Lagerfeuerplatz. Ausgestattet mit einer Matte und einem Schlafsack wird das mein heutiger Schlafplatz sein.

Die Zeit bis zum Abendessen nutzen wir und gehen zur Teefabrik, wo wir eine kleine Führung bekommen. Alle Gerätschaften werden einmal kurz für uns angeworfen und einen leckeren Schwarztee mit Zitrone dürfen wir auch verkosten. Mmmmhh…

Zurück beim Zeltlager trifft auch eine Gruppe aus Chennai ein, die eine Art Betriebsausflug hier veranstalten. Phoebe und ich beobachten sie beim Kartenspielen und Ben darf an der Rumflasche teilhaben. Das Abendessen ist unglaublich lecker und reichlich. Mit der untergehenden Sonne wird es richtig kalt (meine warme Kleidung ist bereits per Post zurück nach Wien gereist…). Später können wir uns aber noch an unserem eigenen Lagerfeuer wärmen, bevor wir uns die Zähne in der freien Natur putzen und es früh ins Bett geht. Denn…

Morgenmuffelige Frustration

… um 04:30 Uhr werden wir schon wieder geweckt. „Hat es nicht 5 Uhr geheißen?!?!“, ist mein erster Gedanke bevor ich aus dem wohligwarmen Schlafsack schlüpfe. Wie praktisch, wenn man im selben Gewand wandert, schläft und wieder wandert und nur das Shirt wechselt. Das spart Morgens Zeit… 😉

Etwas morgenmuffelig warten wir auf den Aufbruch zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel und um 05:20 Uhr starten wir los. Es ist ziemlich kalt, aber so steil, dass ich langsam Schicht für Schicht ablege und nach Sauerstoff ringe (wo ist bitte meine Kondition hin???). Mein schlechter Zustand verschlechtert auch meine Laune und ich bin frustriert als ich die letzten Meter mit meinen Nikes als vorletzte Person über den erdigen Boden krabble (selten habe ich meine Trailschuhe so vermisst wie in diesen Minuten).

Pipi in den Augen

… Und dann erreiche ich den Gipfel. Und traue meinen Augen nicht. Noch komplett außer Atem bleibt mir gänzlich die Luft weg. Mit Worten kann ich mein Gefühl in diesem Moment nicht beschrieben. Auch die Fotos (kein Filter, die meisten mit der Handykamera) sind nur ein Ausschnitt des Moments. Mir kullern ein paar (Freuden-)Tränen über die Wangen und ich stelle fest: Das ist wohl das Highlight meiner Indienreise.

Nachdem wir ausreichend Fotos geschossen haben, genießen wir den restlichen Sonnenaufgang und halb eingefroren machen wir uns auf den Rückweg. Zurück beim Zeltlager machen wir ein Nickerchen in der Sonne (Phoebe und Ben in der Wiese, ich mit dem Kopf auf dem Tisch…). Nach einem heißersehnten indischen Frühstück treten wir den Rückweg an und lassen beim bergabwandern nochmal unsere Eindrücke Revue passieren und uns von der Sonne küssen…

#51 – Reisebericht Munnar / Indien von einer ganz neuen Seite

Als ich unschlüssig bin wie ich meine letzten Wochen in Indien verbringen soll, ist sich meine Mama sicher: „Munnar solltest du besuchen! Das ist bestimmt toll!“ Es soll da viele Teeplantagen geben und wundervolle Natur. Ich höre zwar, dass die Straßen derzeit komplett renoviert werden und es verkehrstechnisch ein Horror ist, entscheide mich aber dennoch „in die Berge“ zu fahren. Und wisst ihr was? Es war die beste Entscheidung dieser Reise. (Ein riesiger Dank an meine recherchierfreudige Mama!) Ich konnte Indien von einer ganz neuen Seite kennenlernen.

„#51 – Reisebericht Munnar / Indien von einer ganz neuen Seite“ weiterlesen

#50 – Vom Stress mit dem Alter – Aber warum hab‘ ich den eigentlich?

Neulich auf WhatsApp…

Es gibt Menschen, die mich bei Themen zum Lachen bringen, die ich eigentlich gar nicht lustig finde. Zum Beispiel mein Alter. Aber offenbar bin ich nicht die einzige, die irgendwie ein Thema mit der neuen Zahl hat. Der drei statt der gewohnten zwei vorne dran. Andere wiederum juckt das nicht im Geringsten. Die sind total entspannt. „Ist ja nur eine Zahl.“, sagen die und zucken mit den Schultern. Zu denen gehöre ich definitiv nicht. Und die Person in meinem WhatsApp-Gespräch offenbar auch nicht. Für mich ist der 30er mit Stress verbunden. Aber warum hab‘ ich den eigentlich?

„#50 – Vom Stress mit dem Alter – Aber warum hab‘ ich den eigentlich?“ weiterlesen

#49 – Amma’s Ashram (Teil 4) / Mein Darshan – Umarmt und gesegnet von Amma

Eins gleich vorweg: Um von Amma Darshan zu empfangen bleibe ich extra bis 15. Mai 2019 im Ashram. Alleine schon deshalb, weil ich schon Tage zuvor merke welch eine besondere Sache es ist und ich natürlich extrem neugierig bin. Abgesehen davon, dass ich schon echt Glück habe im Ashram zu sein, wenn Amma gerade höchstpersönlich anwesend ist (da sie mehr als die Hälfte des Jahres international unterwegs ist) – Darshan zu empfangen scheint das höchste Gut zu sein, mit dem man das Ashram verlassen kann. Also – let’s do it!

„#49 – Amma’s Ashram (Teil 4) / Mein Darshan – Umarmt und gesegnet von Amma“ weiterlesen