#58 – Zurück in alte Muster / Neuer Plan: Selbstliebe

So mancher hat mir vor meiner Abreise prophezeit, dass ich ganz bestimmt nicht mehr die Alte sein und total verändert von dieser Indienreise zurückkehren werde. Unsicher, ob ich davor jetzt Bammel haben oder mich darauf freuen sollte, habe ich es einfach geschehen lassen. Vorstellen konnte ich mir das ohnehin irgendwie nicht. Was könnte in diesen vier Monaten passieren, das mich total verändert?! … Und doch hatte ich irgendwie die Hoffnung total entspannt, zufrieden und ungeplant zurück zu kommen.

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#56 – Über den Wolken / Von der Relativität der Zeit und von Vorfreude

Ein Beitrag vom 31.05.2019 – aus dem Flugzeug irgendwo zwischen Dubai und Wien

So wie ein Ashram nicht gleich ein Ashram ist, sind 24 Stunden auch nicht gleich 24 Stunden. Vielleicht erinnert ihr euch noch dunkel an Weihnachten in eurer Kindheit oder ihr seht es in euren Familien. Die Nervosität beginnt im Grunde schon mit dem Öffnen des ersten Kästchens am Adventkalender. Am 24.12. selbst ist es aber dann nicht auszuhalten. Als mein großer Neffe noch klein war, hat er am Weg von der Kirche nach Hause gesagt: „Ich bin schon ganz hibbelig und kribbelig.“ (Zucker oder? Das werde ich wohl nie vergessen…) Wenn sich Weihnachten also so anfühlt, dann ist für mich heute Weihnachten. Denn es geht nach mehr als vier Monaten in Indien zurück nach Österreich.

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#50 – Vom Stress mit dem Alter – Aber warum hab‘ ich den eigentlich?

Neulich auf WhatsApp…

Es gibt Menschen, die mich bei Themen zum Lachen bringen, die ich eigentlich gar nicht lustig finde. Zum Beispiel mein Alter. Aber offenbar bin ich nicht die einzige, die irgendwie ein Thema mit der neuen Zahl hat. Der drei statt der gewohnten zwei vorne dran. Andere wiederum juckt das nicht im Geringsten. Die sind total entspannt. „Ist ja nur eine Zahl.“, sagen die und zucken mit den Schultern. Zu denen gehöre ich definitiv nicht. Und die Person in meinem WhatsApp-Gespräch offenbar auch nicht. Für mich ist der 30er mit Stress verbunden. Aber warum hab‘ ich den eigentlich?

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#41 – Zeit für ein Dankeschön… an meinen Freund oder: Auch Liebe ist unplanbar

Heute vor einem Jahr war noch alles so anders, dass ich es nicht glauben kann was inzwischen alles passiert ist…
Heute vor einem Jahr habe ich gerade an meiner Masterarbeit geschrieben.
Heute vor einem Jahr waren die Masterprüfung und der Abschluss des Studiums zwar irgendwie nah, aber noch total weit entfernt (möglicherweise aufgrund der etlichen fehlenden Seiten meiner Arbeit…).
Heute vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung das gesamte Jahr 2019 auf Reisen zu sein. Und sie in Afrika zu starten.
Heute vor einem Jahr konnte ich es nicht erwarten meinen Rucksack zu packen und mich aus dem Staub zu machen.
Heute vor einem Jahr wollte ich 2019 nach Lust und Laune zu verbringen, auf mein Herz hören. Nichts müssen. Einfach nur dürfen. Spontan sein. Nichts planen.
Heute vor einem Jahr habe ich die Tage bis zu meiner Abreise gezählt.
Heute vor einem Jahr habe ich endlich akzeptiert und mich damit arrangiert Single zu sein.
Heute vor einem Jahr war ich sogar froh Single zu sein und ohne Partner alles halbwegs unter einen Hut zu bekommen.
Heute vor einem Jahr wollte ich eigentlich nach Podersdorf zum Surfopening fahren, es fand sich aber keine Begleitung.
Heute vor einem Jahr sollte ich ohnehin den (Feier-)Tag mit meiner Masterarbeit verbringen und saß in meinem Wohnzimmer in Inzersdorf vor dem Laptop.
… Dann kam heute vor einem Jahr alles anders.

Denn: heute vor einem Jahr fand der Buddy-Day bei elementics OCR-Training-System statt.
Und heute vor einem Jahr habe ich ihn zum ersten Mal getroffen.
… Und musste – nein, durfte – erfahren: Auch Liebe ist unplanbar.

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#38 – „Ist das ein Scherz?!“ / Vom Kundenservice bei DHL und airtel: So schlimm, dass es schon fast wieder lustig ist

Nicht dass ich ein geduldiger Mensch bin. Eher das Gegenteil. Aber in Sachen Kunde-Sein habe ich gelernt – sagen wir – nachsichtig zu sein. Vor allem seit ich in Dienstleistungsberufen tätig war. Ich gebe gerne Lob, wenn ich zufrieden war – egal, ob Restaurant, Geschäft oder Hotline. Und ich gebe mir alle Mühe kein unangenehmer, lästiger, ungeduldiger Kunde zu sein. Umgekehrt erwarte ich einen entsprechenden Kundenservice, denn auch, wenn es irgendwie verstaubt klingt: Der Kunde ist König. Was nicht heißen soll, man muss sich alles gefallen lassen. Aber da ist dann noch die Sache mit dem Weitersagen: „Eine Marke ist nicht mehr das, was wir dem Kunden darüber erzählen. Sondern was der Kunde anderen darüber erzählt.“ Also lasst euch berichten…

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#37 – Von innerlicher Zerrissenheit / Zwischen Heim- und Fernweh

Sich innerlich zerrissen fühlen. Das eine fühlen. Und der Sekunde darauf etwas anderes. Oder gar das Gegenteil. Oder gar im selben Moment. Oder ein Gefühl im Bauch zu haben. Und ganz rational zu wissen, dass es Unfug ist – sofern Bauchgefühle Unfug sein können. Als würde ich aus zwei Hälften bestehen. Als würde an je einer meiner Seiten jemand stehen und an meinen Armen ziehen. Mich auseinanderziehen. Als wären die beiden zwei weitere Exemplare meiner eigenen Person. Die eine die das will. Die andere die das andere will. Die eine, deren Herz das eine sagt. Die andere, die auf den Verstand hört, der das Gegenteil sagt. Keine Möglichkeit die beiden in Einklang zu bringen. Langsam exakt in der Hälfte geteilt, auseinandergerissen. Kennt ihr dieses Gefühl auch?

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#33 – Fernbeziehung auf Zeit / Schwierig ist kein Ausdruck

„Wie geht’s eigentlich dem Stefan und dir?!“, ist wohl eine der meistgestellten Fragen, wenn ich mit jemandem aus der Heimat Kontakt habe. Und jedes Mal denke ich mir, dass zu dieser Frage dringend ein Blogbeitrag notwendig ist. Wie ihr wisst, schreibe ich zwar ganz klassische Reiseberichte – aber das wirklich Interessante ist ja alles drumherum. Oder dahinter, wenn man so will. Emotionen. Gefühle. Persönlich Themen. … Und ja – eine Fernbeziehung auf Zeit ist ganz sicher ein persönliches Thema. Eines dass mich stark beschäftigt und täglich begleitet. Aber wie offen wird darüber eigentlich gesprochen oder geschrieben? Ich werde hier jedenfalls mein bestes geben ehrlich zu sein…

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#29 – Von Wurzeln und Flügeln / Zeit für ein Dankeschön… an meine Eltern

Vor kurzem habe ich eine Mail bekommen, die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Gestern hatte ich dann ein sehr langes, gutes Gespräch mit einer Mutter, eines Sohnes, der (ich wollte jetzt fast in meinem Alter ist schreiben… haha) Anfang der 20er ist. Wir haben uns darüber unterhalten, wie stark Mütter es fühlen, wenn etwas tatsächlich nicht mit dem Kind stimmt (auch über kilometerweite Entfernungen) und dem Unterschied der ganz „normalen“ Sorgen. Nach all den Eindrücken wusste ich: Es ist dringend Zeit mich wieder zu bedanken. Diesmal bei meinen Eltern – weshalb der Beitrag auch an sie gerichtet ist…

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#26 – Relaunch oder auch: Welcome to unplanbar 2.0 alias unplanbar.life.happens

Seit ich den Blog ins Leben gerufen habe, bin ich nie vollends zufrieden gewesen mit der Website (als könnte ich jemals mit meinen eigenen Werken zufrieden sein…). Ziemlich konkrete Vorstellungen beschäftigten mich seit Beginn wie sie denn aussehen sollte.

Idee gut. Umsetzung schwierig. Mindestens fünf Mal habe ich seit 20. Jänner 2019 die Seite für eine Stunde offline genommen, um mit einer anderen Designvorlage zu meiner Wunschseite zu gelangen. Negativ. Nach dem letzten Mal in Morjim Beach (in meiner „Eigentlich sollte ich-“ und „Ich hab ja so einen Stress“-Phase) habe ich mir unzufrieden (aber vernünftig wie ich bin) selbst verordnet das Thema ruhen zu lassen und meine Zeit und Nerven nicht darauf zu verschwenden.

Nun ist Karin so dermaßen in Schreiblaune, dass sie mit dem Gedanken spielt einen eigenen Blog ins Leben zu rufen. Im Zuge dessen hat sie mir einige Fragen zu wordpress.com gestellt und das Thema wurde wieder „angeheizt“. Nachdem es mir dann gestern keine Ruhe gelassen hat und ich im Coffeeshop nichts besseres zu tun hatte, dachte ich um 18 Uhr: „Nagut… Ich probier nochmal schnell was aus.“

Einen Tomaten-Mozzarella-Toast, einen Support-Chat mit wordpress.com und neun Stunden später bemerke ich, dass es bereits 3 Uhr morgens ist und ich wie in Trance noch immer im Innenhof meiner Unterkunft sitze und Arbeite. Ich würde sagen: Es läuft. Wie aus dem Nichts funktionieren die Dinge, klären sich die Fragen und erstelle ich die Seite im Großen und Ganzen sehr ähnlich jener, die ich mir vorgestellt hatte. Einige Dinge sind noch offen, die verschiebe ich auf den nächsten Tag. Zeit in meinem Zimmer wieder den Kakerlaken Gesellschaft zu leisten…

Am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück lege ich wieder los. Nachdem sich mein Bauch noch nicht ganz erholt hat, ich die meisten der Sehenswürdigkeiten schon gesehen habe und man im Freien ohnehin nur schwitzt verbringe ich den ganzen Tag im Coffeshop bzw. in meinem Innenhof und feile an meinem neuen „Baby“. Zwischendurch ist meine (nicht vorhandene) Geduld immer wieder gefordert und die Kollegin beim Support-Chat von wordpress.com verdankt mir an diesem Tag, dass ihr nicht langweilig wird.

Ich merke schon wieder nicht wie die Zeit vergeht… Gestartet um 10 Uhr morgens ist es jetzt nach 22 Uhr und ich habe mir gerade selbst die Freigabe erteilt das Ding wieder online zu stellen. Wie sich die meisten von euch vorstellen können (jetzt kennt ihr mich ja doch schon bisschen – auch jene, die mich nicht persönlich kennen…) habe ich die letzten Stunden meinen Perfektionismus ausgelebt und mich vor allem um Punkte, Striche und einzelne Wörter gekümmert (wundert euch nicht, wenn in Zukunft da und dort noch etwas verändert wird… Ich kann mir da selbst keine Ruhe geben.). Und hatte so unglaublichen Spaß daran! 🙂 Wie mir da das Herz aufgeht und ich vor Leidenschaft sprühe!

Aus einer reinen Blogseite ist jetzt eine Website geworden, in der ich versucht habe die Beiträge anhand einer Struktur darzustellen. Mit den begrenzten Mitteln bei wordpress.com ist die Seite ähnlich jener geworden, die ich mir vorgestellt hatte (Tschakka!). Mein lieber Bruder hat mir aus meinem in meinen Notizblock gezeichneten Logo-Entwurf eine Bild-Datei gemacht – tausend Dank an dieser Stelle!

Ich bin super aufgeregt und mega gespannt was ihr sagt!
Freue mich auf euer Feedback (auch gerne kritisch – ich bin bereit!) in den Kommentaren oder per Mail. 

… Und bis dahin gehe ich mal schlafen (letzte Nacht im Kakerlaken-Nest). Ich habe mich nämlich vorhin so erschreckt (dachte eine Kakerlake kitzelt mich auf der Schulter – es war nur eine Pflanze), dass ich mir den Laptop ins Gesicht geknallt habe. #dontask #nocomment

Welcome to unplanbar.life.happens!

P.S.: Weil sich manche von euch vielleicht fragen wo plötzlich das „life.happens“ dahergeflogen kommt… Ursprünglich hätte ich gerne einen englischen Begriff für meinen Blog gehabt, konnte aber keinen passenden aus dem Hut zaubern. Als ich unterwegs jemandem vom Thema und Ursprung meines Blogs erzählt habe, sagt er „yeah, life happens…“ und da war mir klar – das muss da noch irgendwie dazu…

#25 – Das ist wohl nicht deine Woche?! / Von einer der bescheidenen Zeiten dieser Reise

So viele Beiträge hintereinander stelle ich ja normalerweise nicht so schnell online. Möchte euch weder bombardieren noch nerven. Und dass der schlussendlich so lang wurde tut mir auch leid.

Aber hey… Ihr glaubt mir ja sonst nicht was in ein paar Tagen alles schief rennen kann. Und nachdem ich vor allem auf Instagram möglicherweise den Eindruck erweckt habe, es gäbe nur Sand zwischen den Zehen, ein strahlendes Gesicht und feine Zeiten, ist es Zeit für einen ganz neuen Blickwinkel auf meine Reise. Zeit für einen Beitrag über einen richtig bescheidenen Tag dieser Reise. So ein Tag an dem du denkst: „Das darf jetzt aber echt nicht mehr wahr sein…!“ Denn die gibt es auch… Und so ein Tag war heute.

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