#69 – Von der Herausforderung auf mich selbst stolz zu sein

Das Thema ist nicht neu für mich. Selten habe ich es bisher geschafft auf mich selbst stolz zu sein. Ganz egal, ob es sich da um schulische, berufliche, sportliche oder sonstige Angelegenheiten handelt. Ob ich ein Billy-Regal alleine zusammenbauen kann, eine gute Note auf meine Bachelor- oder Masterarbeit bekomme oder einen Lauf bestreite, den ich mir selbst nie zugetraut hätte. Ich fand das zwar irgendwie immer schon komisch, aber als ich am Kilimanjaro auf 5.895m keine Spur von Stolz empfinde, bin ich nun richtig von mir selbst genervt und muss das hier mal loswerden…

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#59 – Von einer Nachtwanderung am Schneeberg und der Änderung meines Beziehungsstatus

Nach meiner Wanderung zum Sonnenaufgang in Indien beschließen Stefan und ich, dass wir das unbedingt auch zusammen in Österreich machen müssen. Gesagt – getan. Gerade ein paar Tage zurück in der Heimat. Am Pfingstsamstag läutet unser Wecker um zehn Uhr. Abends. Ja, genau: Zweiundzwanzig Uhr. Den Rucksack haben wir glücklicherweise schon vor dem Powernap gepackt. Die Verlockung einfach liegen zu bleiben wäre vermutlich zu groß gewesen. Zumindest für mich. Stefan ist voller Tatendrang. Ich schlecht gelaunt. Wir rasen mit dem Auto durch die Nacht während ich mich frage was uns da eigentlich wieder eingefallen ist. Mein Bett ist viel zu weit weg, ich habe mangels Training weder Kraft noch Kondition und was sagt eigentlich meine offene Wunde am Fuß aus Indien dazu? Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Um Mitternacht schnüren wir am Parkplatz unsere Wanderschuhe und schnallen uns die Stirnlampen auf den Kopf.

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#58 – Zurück in alte Muster / Neuer Plan: Selbstliebe

So mancher hat mir vor meiner Abreise prophezeit, dass ich ganz bestimmt nicht mehr die Alte sein und total verändert von dieser Indienreise zurückkehren werde. Unsicher, ob ich davor jetzt Bammel haben oder mich darauf freuen sollte, habe ich es einfach geschehen lassen. Vorstellen konnte ich mir das ohnehin irgendwie nicht. Was könnte in diesen vier Monaten passieren, das mich total verändert?! … Und doch hatte ich irgendwie die Hoffnung total entspannt, zufrieden und ungeplant zurück zu kommen.

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#56 – Über den Wolken / Von der Relativität der Zeit und von Vorfreude

Ein Beitrag vom 31.05.2019 – aus dem Flugzeug irgendwo zwischen Dubai und Wien

So wie ein Ashram nicht gleich ein Ashram ist, sind 24 Stunden auch nicht gleich 24 Stunden. Vielleicht erinnert ihr euch noch dunkel an Weihnachten in eurer Kindheit oder ihr seht es in euren Familien. Die Nervosität beginnt im Grunde schon mit dem Öffnen des ersten Kästchens am Adventkalender. Am 24.12. selbst ist es aber dann nicht auszuhalten. Als mein großer Neffe noch klein war, hat er am Weg von der Kirche nach Hause gesagt: „Ich bin schon ganz hibbelig und kribbelig.“ (Zucker oder? Das werde ich wohl nie vergessen…) Wenn sich Weihnachten also so anfühlt, dann ist für mich heute Weihnachten. Denn es geht nach mehr als vier Monaten in Indien zurück nach Österreich.

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#50 – Vom Stress mit dem Alter – Aber warum hab‘ ich den eigentlich?

Neulich auf WhatsApp…

Es gibt Menschen, die mich bei Themen zum Lachen bringen, die ich eigentlich gar nicht lustig finde. Zum Beispiel mein Alter. Aber offenbar bin ich nicht die einzige, die irgendwie ein Thema mit der neuen Zahl hat. Der drei statt der gewohnten zwei vorne dran. Andere wiederum juckt das nicht im Geringsten. Die sind total entspannt. „Ist ja nur eine Zahl.“, sagen die und zucken mit den Schultern. Zu denen gehöre ich definitiv nicht. Und die Person in meinem WhatsApp-Gespräch offenbar auch nicht. Für mich ist der 30er mit Stress verbunden. Aber warum hab‘ ich den eigentlich?

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#41 – Zeit für ein Dankeschön… an meinen Freund oder: Auch Liebe ist unplanbar

Heute vor einem Jahr war noch alles so anders, dass ich es nicht glauben kann was inzwischen alles passiert ist…
Heute vor einem Jahr habe ich gerade an meiner Masterarbeit geschrieben.
Heute vor einem Jahr waren die Masterprüfung und der Abschluss des Studiums zwar irgendwie nah, aber noch total weit entfernt (möglicherweise aufgrund der etlichen fehlenden Seiten meiner Arbeit…).
Heute vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung das gesamte Jahr 2019 auf Reisen zu sein. Und sie in Afrika zu starten.
Heute vor einem Jahr konnte ich es nicht erwarten meinen Rucksack zu packen und mich aus dem Staub zu machen.
Heute vor einem Jahr wollte ich 2019 nach Lust und Laune zu verbringen, auf mein Herz hören. Nichts müssen. Einfach nur dürfen. Spontan sein. Nichts planen.
Heute vor einem Jahr habe ich die Tage bis zu meiner Abreise gezählt.
Heute vor einem Jahr habe ich endlich akzeptiert und mich damit arrangiert Single zu sein.
Heute vor einem Jahr war ich sogar froh Single zu sein und ohne Partner alles halbwegs unter einen Hut zu bekommen.
Heute vor einem Jahr wollte ich eigentlich nach Podersdorf zum Surfopening fahren, es fand sich aber keine Begleitung.
Heute vor einem Jahr sollte ich ohnehin den (Feier-)Tag mit meiner Masterarbeit verbringen und saß in meinem Wohnzimmer in Inzersdorf vor dem Laptop.
… Dann kam heute vor einem Jahr alles anders.

Denn: heute vor einem Jahr fand der Buddy-Day bei elementics OCR-Training-System statt.
Und heute vor einem Jahr habe ich ihn zum ersten Mal getroffen.
… Und musste – nein, durfte – erfahren: Auch Liebe ist unplanbar.

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#38 – „Ist das ein Scherz?!“ / Vom Kundenservice bei DHL und airtel: So schlimm, dass es schon fast wieder lustig ist

Nicht dass ich ein geduldiger Mensch bin. Eher das Gegenteil. Aber in Sachen Kunde-Sein habe ich gelernt – sagen wir – nachsichtig zu sein. Vor allem seit ich in Dienstleistungsberufen tätig war. Ich gebe gerne Lob, wenn ich zufrieden war – egal, ob Restaurant, Geschäft oder Hotline. Und ich gebe mir alle Mühe kein unangenehmer, lästiger, ungeduldiger Kunde zu sein. Umgekehrt erwarte ich einen entsprechenden Kundenservice, denn auch, wenn es irgendwie verstaubt klingt: Der Kunde ist König. Was nicht heißen soll, man muss sich alles gefallen lassen. Aber da ist dann noch die Sache mit dem Weitersagen: „Eine Marke ist nicht mehr das, was wir dem Kunden darüber erzählen. Sondern was der Kunde anderen darüber erzählt.“ Also lasst euch berichten…

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#37 – Von innerlicher Zerrissenheit / Zwischen Heim- und Fernweh

Sich innerlich zerrissen fühlen. Das eine fühlen. Und der Sekunde darauf etwas anderes. Oder gar das Gegenteil. Oder gar im selben Moment. Oder ein Gefühl im Bauch zu haben. Und ganz rational zu wissen, dass es Unfug ist – sofern Bauchgefühle Unfug sein können. Als würde ich aus zwei Hälften bestehen. Als würde an je einer meiner Seiten jemand stehen und an meinen Armen ziehen. Mich auseinanderziehen. Als wären die beiden zwei weitere Exemplare meiner eigenen Person. Die eine die das will. Die andere die das andere will. Die eine, deren Herz das eine sagt. Die andere, die auf den Verstand hört, der das Gegenteil sagt. Keine Möglichkeit die beiden in Einklang zu bringen. Langsam exakt in der Hälfte geteilt, auseinandergerissen. Kennt ihr dieses Gefühl auch?

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#33 – Fernbeziehung auf Zeit / Schwierig ist kein Ausdruck

„Wie geht’s eigentlich dem Stefan und dir?!“, ist wohl eine der meistgestellten Fragen, wenn ich mit jemandem aus der Heimat Kontakt habe. Und jedes Mal denke ich mir, dass zu dieser Frage dringend ein Blogbeitrag notwendig ist. Wie ihr wisst, schreibe ich zwar ganz klassische Reiseberichte – aber das wirklich Interessante ist ja alles drumherum. Oder dahinter, wenn man so will. Emotionen. Gefühle. Persönlich Themen. … Und ja – eine Fernbeziehung auf Zeit ist ganz sicher ein persönliches Thema. Eines dass mich stark beschäftigt und täglich begleitet. Aber wie offen wird darüber eigentlich gesprochen oder geschrieben? Ich werde hier jedenfalls mein bestes geben ehrlich zu sein…

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#29 – Von Wurzeln und Flügeln / Zeit für ein Dankeschön… an meine Eltern

Vor kurzem habe ich eine Mail bekommen, die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Gestern hatte ich dann ein sehr langes, gutes Gespräch mit einer Mutter, eines Sohnes, der (ich wollte jetzt fast in meinem Alter ist schreiben… haha) Anfang der 20er ist. Wir haben uns darüber unterhalten, wie stark Mütter es fühlen, wenn etwas tatsächlich nicht mit dem Kind stimmt (auch über kilometerweite Entfernungen) und dem Unterschied der ganz „normalen“ Sorgen. Nach all den Eindrücken wusste ich: Es ist dringend Zeit mich wieder zu bedanken. Diesmal bei meinen Eltern – weshalb der Beitrag auch an sie gerichtet ist…

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