#107 – Südafrika / Garden Route – Tsitsikamma National Park Part I: Bungee Jumping

Oh ja – ihr habt richtig gelesen. Aus „Hahaha… Schau mal – Bungee Jumpen kann man hier auch. Wer macht sowas bitte…?“ wurde „Ok… Wenn wir das wirklich machen wollen, müssen wir aber heute buchen. Sonst überleg ich mir das nochmal.“, um dann „Three. Two. One. Jump.“ zu hören. Und in die Tiefe zu fallen.

Wo wohnen?

Die Love Earth Farm (booking.com & Facebook). Was irgendwie komisch klingt, war ein erneuter Glücksgriff – und einer meiner Top 3 der tollsten Unterkünfte auf unserer Route!

Wir hatten die „Big Cabin“ gebucht – eine total neue, selbst gebaute Holzhütte auf einer Farm inmitten der Natur. An (Küchen-)Equipment war alles da, was wir brauchten. Total geschmackvoll, modern aber urig und gemütlich eingerichtet. Hätten wir keinen Zeitdruck gehabt hätte ich es dort locker eine Woche ausgehalten… Das einzige, das nicht geklappt hat, war draußen am Grill Feuer zu machen.

Ein weiteres Highlight waren auch der Sonnenauf- und untergang. Ich spreche damit eine absolute Empfehlung für die Love Earth Farm aus – falls das bisher noch nicht klar war. 😉

Für alle, die wirklich ihren Weg dorthin machen: Nicht Google Maps folgen, sondern der Beschreibung über booking.com! Wir sind kurzzeitig in einem Dort gelandet und hatten für ein paar Minuten Herzrasen.

Der Blick auf den Sonnenuntergang von der Terrasse unserer Big Cabin.

… Und der nächste Morgen. Von der Sonne wachgekitzelt.

Wo essen & trinken?

Direkt an der Bungee Jumping-Station – mit Blick zur Brücke und den Verrückten, die sich der Reihe nach in die Tiefe stürzen – hat die Pizzeria „The Table“ aus Plettenberg Bay eine weitere Filiale. Die Pizza war extrem lecker – und nach der Aufregung absolut verdient! Aber bloß nicht die Reihenfolge verwechseln und erst danach springen gehen…

Zum Abendessen haben wir in der Hütte selbst gekocht. Am besten von der Tankstelle in der Nähe gleich alles mitnehmen. Es gäbe dort auch Lokale, bei denen man einkehren kann. Direkt bzw. in Fußnähe der Hütte gibt es weder einen Shop noch ein Lokal. Bei Dunkelheit möchte man dort auch nicht spazieren fahren. Das unbedingt mitbedenken!

Was ansehen?

In diesem Fall wohl eher: Was tun? Dem Tsitikamma National Park und seiner Natur haben wir uns erst am nächsten Tag gewidmet – da gibt’s natürlich viel Schönes zu sehen. Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag. Einem der verrücktesten und zugleich „geilsten“ (sorry – das musste an dieser Stelle sein) Dinge, die wir auf unserer Reise gemacht haben muss ich einen eigenen Beitrag widmen.

IMMER schon hätte ich gerne mal einen Bungee Jump gemacht. NIE hätte ich gedacht, dass ich mich das JEMALS trauen würde. … Daher muss ich hier festhalten: Es war meine Idee! 😉

Wie alles begann…

In Port Elisabeth sitzen wir also bei einem Kaffee und durchforsten Folder von Aktivitäten, die man im Tsitsikamma Nationalpark und Umgebung machen kann. Was wollen wir mit unseren letzten Tagen anfangen? Da gibt’s von Hochseilklettergarten und Zipline über Quad fahren bis hin zu Canyoning alles. Und eben auch Bungee Jumping von einer Brücke. Der höchste (nach Recherchen mittlerweile „nur noch“ dritthöchste) der Welt. 216m. Irgendwie interessiert, aber zu diesem Zeitpunkt doch eher belustigt schlage ich es Stefan vor und lege den Folder zur Seite.

Als in Kirkwood dann eine Entscheidung ansteht wo es als nächstes hingehen soll, greifen wir die Idee wieder auf. Stefan ist spannenderweise (darf ich wahrscheinlich gar nicht ausplaudern, verrate ich euch aber trotzdem) zögerlicher als ich. Und dann buchen einfach einen Sprung wir für den Folgetag.

welcome

Nach unserem Lauf in Kirkwood machen wir uns also auf den Weg. Nach ca. 2,5 Stunden Fahrt landen wir im Nationalpark und an der Bungee Station. Ein kurzer Blick zur Brücke und dem Abgrund darunter. Aber jetzt wo wir schon mal da sind, ziehen wir das auch durch. Papperlapapp! Ohne Zögern geht’s zur Anmeldung ins „Booking Office“, zum Wiegen und gleich weiter zum Anziehen in die „Harness Area“.

Fun Facts

Und als wir da so angedirndlt warten bis es endlich losgeht können wir nachlesen…
-) Die meisten Bungee Jumps in 24 Stunden waren 105 und wurden von Scott Huntly 2011 gemacht.
-) Der älteste Mensch, der einen Bungee Jump gemacht hat war 96 Jahre alt und hieß Mohr Keet.
-) Veronica Dean absolvierte 2003 19 Bungee Jumps in 1 Stunde.
-) Bill Boshoff absolvierte 2001 101 Bungee Jumps in 14 Stunden und 23 Minuten.

But first: Zip line

Nach einer kleinen Einschulung geht’s zur ersten Herausforderung: Zip Line auf der Absprung-Plattform. Nachdem es hier schon Überwindung kostet loszulassen, frage ich mich wie ich das gleich dort drüben machen soll. Aber wenn man mal unterwegs ist, macht’s echt viel Spaß!

Und dann wird’s ernst…

Wir werden in Reihenfolge aufgerufen. Ich bin dran und meine Beine werden zusammengeschnürt. … Und erfahre kurz vorher doch noch, dass da etwas mit dem Seil nicht stimmt, ich später dran komme und das Band wieder abgenommen wird. Äääähmm… Also unter diesen Umständen frage ich mich, ob ich überhaupt JEMALS drankommen möchte…?

Better late than never

Jetzt bin ich an der Reihe. Das Seil sollte repariert sein. Daran denke ich aber schon gar nicht mehr, als ich mit den Helfern – einer links, einer rechts – auf den Abgrund zuhüpfe. Viel Zeit über irgendetwas nachzudenken hat man dort ohnehin nicht. Es wird runtergezählt. Ich kralle mich an den Jacken der Männer fest. Jetzt geht mir doch der Reis.

Ob ich gesprungen bin? Ob ich geschupst wurde? Keine Ahnung… Plötzlich falle ich.

Und schreie. Ziemlich laut. Als einzige. Aber das muss einfach raus. Und LEIDER mache ich meine Augen auch erst wieder auf, als ich schon am Auspendeln bin. Hab ich doch glatt die ganze schöne Aussicht verpasst… 😉

Auch ich komme total happy wieder oben an. Die für mich unangenehmsten Minuten (oder waren es nur Sekunden?) sind tatsächlich jene als ich auf dem Gitter gleich neben dem Abgrund liege und abgeschnallt werde. Aber auch das überlebe ich.

Fazit

„Das ist so hoch – das ist schon wieder viel weniger schlimm als vom Donauturm in Wien zu springen.“, so oder so ähnlich kann man es formulieren. Ich kann es jedenfalls jedem und jeder, die in der Nähe sind, nur ans Herz liegen dieses Erlebnis zu wagen. Es ist einmalig!

4 Kommentare zu „#107 – Südafrika / Garden Route – Tsitsikamma National Park Part I: Bungee Jumping

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