#103 – Südafrika / Garden Route – Cape Agulhas

Zugegebenermaßen: Der Ort hat nicht besonders viel zu bieten. Keine Geschäfte oder Lokale. Aber wer braucht schon Shops, wenn es einen Spaziergang vom Leuchtturm über den südlichsten Punkt des Kontinents zu einem Schiffswrack an der Küste entlang gibt?!

Wo wohnen?

Und wieder mal ein Glücksgriff über AirBnB: South Point. Ein super nettes, helles, modernes und relativ neu renoviertes Appartement mit offener Küche, Schlaf- und Badezimmer. Sogar einen Grill hätte es gegeben. Einzig: unabsichtlich haben wir ein Twin-Bed-Zimmer gebucht. Die getrennten Betten waren aber innerhalb einer Minute zusammengeschoben. 😉

Gelegen ist das Appartement auch super – zu Fuß sind es nur ca. 10 Minuten zum Leuchtturm.

Wo essen & trinken?

Wie bereits erwähnt: Der Ort hat nicht besonders viel zu bieten – auch kulinarisch gibt es hier nicht viel zu entdecken. Wir sind daher gleich im erstbesten Lokal eingekehrt – Crafty Pig – und waren durchaus zufrieden. Hauptsächlich herzhafte Speisen und sehr lecker!

Was ansehen?

Am Kap der guten Hoffnung waren wir bereits am süd-westlichsten Punkt Afrikas. So unscheinbar Cape L’Agulhas im Gegensatz dazu auch scheint – wir sind fast alleine hier – so besonders ist der Ort aber. Wir befinden uns am südlichsten Punk des Kontinents! Neben ebendiesem gibt es auch einen Leuchtturm mit windigem Ausblick zu besichtigen und ein Schiffswrack, das nicht ausgeschildert ist und ich daher als Geheimtipp gelten lasse.

Der Leuchtturm

Alles können wir zu Fuß erreichen. Von unserem Appartement sind es nur ca. 10 Minuten zum Leuchtturm, wo uns eine Einheimische sehr freundlich in gebrochenem Deutsch begrüßt. Wir erklimmen die extrem engen, steilen 71 Stufen bis hinauf und werden oben fast weggeweht. Ausgezahlt hat es sich für die Aussicht aber definitiv!

Eintritt: ca. 2 EUR p.P.

Der südlichste Punkt Afrikas

Danach geht es zu Fuß der Küste entlang zum südlichsten Punkt des Kontinents. Hier treffen der indische und atlantische Ozean aufeinander.

Sehr gut gefällt mir auch die Karte des afrikanischen Kontinents, die dort am Boden errichtet wurde. Ich suche den Kilimanjaro und mache hier noch mal ein entspannteres Gipfelfoto. 😉

Geheimtipp: Schiffswrack Meisho maru

Angeblich liegen rund 140 Schiffswracks rund um das Kap auf dem Meeresgrund „begraben“ – bei dem heftigen Wind, den Strömungen und gefährlichen Felsen kein Wunder… Eines dieser Wracks liegt sehr nah am Ufer und kann – wie es selten der Fall ist – nicht nur von Tauchern bestaunt werden. „Es ist der vordere Teil der „Meisho Maru 38″, einem japanischer Schleppnetzfischer, der hier im November 1982 zerschellte. Ironischerweise gerade einmal zwei Kilometer Luftlinie von dem Leuchtturm des Kaps entfernt. Die Nähe zum Land machte es möglich, dass die Besatzung den Schiffbruch überlebte. Wanderer finden das rostige Wrack, wenn sie von der Tafel, die den südlichsten Punkt des Kontinents markiert, rund 1 ½ Kilometer weiter die Küste entlang spazieren.“ (vgl. https://www.geo.de/reisen/reise-inspiration/19414-bstr-zwoelf-spektakulaere-schiffswracks-hier-wird-verfall-zur-strand/254588-img-meisho-maru-cape-agulhas-suedafrika)

Auf dem Rückweg zu Fuß müssen wir uns ein bisschen beeilen, da die Sonne recht schnell untergeht. Und – auch wenn es hier nicht gefährlich wirkt – in Südafrika sind wir nur ungern auf unbeleuchteter Straße im Finstern zu Fuß unterwegs…

Die Zeit einem hängen gebliebenen LKW aus der Patsche zu helfen nehmen wir uns trotzdem. Das heißt… Stefan hilft. Ich halte fest. 😉

Fazit

Da es – bis auf die drei Sehenswürdigkeiten – nichts besonderes zu entdecken gibt, ist eine Übernachtung in Cape L’Agulhas nicht unbedingt notwendig finde ich. Für uns hat es sich einfach gut ergeben und wir konnten nach dem langen Spaziergang den Abend gemütlich ausklingen lassen statt weiter zu fahren… Für alle, die die Garden Route machen sind der Besuch des Leuchtturm, des südlichsten Punkts des Kontinents – und auch das Schiffswrack – ein Must-See.

3 Kommentare zu „#103 – Südafrika / Garden Route – Cape Agulhas

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