#93 – Südafrika / Garden Route – 13 Tage auf Entdeckungstour

Direkt aus Tansania geht es für mich am 17. Oktober 2019 nach Kapstadt. Am 18. Oktober kommt Stefan nach und wir sehen uns nach fast 3 Monaten wieder. Anlass genug eine ganz besondere Reise zu unternehmen: Die Garden Route in Südafrika. Womit wir auch bei unplanbar.com in ein neues Kapitel starten.

In diesem ersten Beitrag findet ihr dies und das – von der Sicherheit über unseren Mietwagen und die Unterkunftssuche bis hin zur Route.

Die Sicherheit

Südafrika gehört zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Kriminalität und Gewalt steht an der Tagesordnung. Lt. österreichischem Außenministerium besteht ein „erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2)“.

Wer mich schon länger verfolgt, hat vielleicht festgestellt, dass ich wenig verschreckt bin und mir auch in Indien (Waaaaaas? So gefährlich!!!) keinerlei Sorgen gemacht habe. Diesmal – zugegebenermaßen – war mir kurz vor der Ankunft in Kapstadt doch etwas mulmig. Aber wie ist das nun wirklich…?

Uns selbst ist – KLOPF AUF HOLZ – nichts passiert.
Wir konnten allerdings gleich am ersten Tag beobachten wie einer kleinen Touristengruppe ein Handy am hellichten Tag auf offener Straße aus der Hand gerissen und gestohlen wurde. Das hat mich so erschrocken, dass ich den Rest der Reise wirklich aufmerksam war und meine Habseligkeiten immer fest umschlungen habe.

Nach diversen Gesprächen mit Einheimischen ist tatsächlich Vorsicht geboten – vor allem in den Städten wie beispielsweise Kapstadt. Verrufene Viertel, Townships, Ausgang am Abend etc. sind unbedingt zu meiden.

Also: Augen offen halten. Sachen eng am Körper tragen. Handy so wenig wie möglich in der Hand halten. Kamera umhängen und in Fotopausen in der Tasche verstecken. Lieber das Taxi/Uber nehmen als den Fußweg – vor allem Abends.

Das Außenministerium bietet auch eine Reiseregistrierung an.

Das Wetter

Wir waren von 17. Oktober bis 01. November unterwegs. Ich meist in langer Hose, Weste und darüber dünner Jacke. Stefan im kurzärmeligen Shirt. Es hatte meist um die 20 Grad und wir hatten Glück: Die Sonne hat uns begleitet. Trotzdem geht an der Küste oft starker Wind – damit fühlen sich die 20 Grad gleich nicht mehr so warm an. Daher: Zwiebellook empfohlen und lieber ein paar mehr Westen inkl. Stirnband einpacken anstatt am Ende zu frieren. … Und zugleich ärmellose Shirts nicht vergessen und dick mit Sonnencreme einschmieren. Von A bis Z also auf alles gefasst sein. Folgend präsentiere ich unsere Schmankerl:

Das Equipment

Wie bereits oben beschrieben: Zwiebellook, Westen, Stirnband und Regenjacke dringend empfohlen. Auch wenn die Sonne scheint, kann es im Wind und abends frisch werden. Allerdings genauso: kurzärmelige Shirts, Sonnenbrille und vor allem Sonnencreme. Gerade, wenn der Wind pfeift, merkt man erst abends im Hotel, dass die Sonne rote schmerzende Spuren hinterlassen hat.

Eine große Empfehlung spreche ich auch für Wander- oder Trailschuhe aus – wir waren echt froh wegen des Laufs unsere Salomon Speedcross dabei gehabt zu haben. Bei der ein- oder anderen felsigeren Wanderung (auch gerne mal durchs Wasser, weil’s die Zeichen so angeben…) oder nassem Waldboden bieten sie definitiv mehr Halt als Sneakers.

Der Mietwagen

Wir – besser gesagt Stefan – haben den Mietwagen vorab aus Österreich bei Avis über ÖAMTC online gebucht. Alles total unkompliziert und auch vor Ort hat alles tadellos geklappt. Als ÖAMTC-Mitglied gibt’s sogar Prozente. 🙂

Wichtig: Einen internationalen Führerschein mitzuführen ist Pflicht. Wird aber auch innerhalb weniger Minuten bei ÖAMTC um EUR 15 für Mitglieder ausgestellt. Passfoto und Führerschein mitbringen!

Auch wichtig: Es herrscht in Südafrika Linksverkehr. Stefan hat sich wirklich super geschlagen – ich habe mich gekonnt gedrückt… Obwohl er ein wirklich guter Autofahrer ist (ich gebe das nicht gerne zu, aber hier oute ich mich…), war hohe Konzentration und große Umgewöhnung geboten.

Tipp: Automatik zu wählen war eine höchst kluge Entscheidung! Schalten mit links macht die Herausforderung des Fahrens auf der anderen Seite nicht leichter…

UND: Ein Fünf-Türen war auch echt praktisch. Hat das Ein- und Ausladen unserer tausend Einzelteile vereinfacht.

UNDUND: Bei der Unterkunfts-Wahl darauf achten, dass ein abgesperrter (!) Parkplatz vorhanden ist.

Die Orientierung

Wir waren immer mit Google Maps unterwegs und haben tadellos alle eingegebenen Orte gefunden. Voraussetzung dafür: Internet oder vorab gewünschte Karte gedownloadet (Letzteres hat für Kapstadt mit Stefans Handy hervorragend geklappt).

Die App MapsMe bietet auch Offline-Karten. Habe mich darin leider nicht zurecht gefunden – aber auch zu wenig damit beschäftigt zugegebenermaßen…

Das Internet

In allen Unterkünften – bis auf einer – und in den meisten Lokalen, Einkaufszentren, Flughafen etc. ist WLAN verfügbar. Ich habe mir trotzdem gleich zu Beginn eine SIM-Karte zugelegt und wir waren echt froh darüber! Einerseits fürs Navigieren andererseits für Recherchieren.

Hingegen des Tipps eines einheimischen Uber-Fahrers war ich nicht bei einem „Pakistani-Shop“ sondern in einem höchstoffiziellen Vodacom-Shop im Victoria Warf-Shopping Center. Und hingegen der prophezeiten Kompliziertheit und langen Wartezeit auf die Aktivierung hat mich das ganze Prozedere heiße 15 Minuten gekostet und die SIM-Karte war sofort aktiv. Für die Karte, 10GB Datenvolumen und 25 Minuten Gesprächszeit habe ich ca. EUR 40 für einen Monat bezahlt. Nicht wenig – aber das Geld war’s wert!

Die Unterkünfte

Unterkünfte haben wir über AirBnB oder Booking.com gebucht – je nachdem wo es günstiger war. Trotz der „Vorsaison“ war es problemlos möglich rasch günstige Unterkünfte einen Tag vor jeweiliger Anreise zu finden.

Wir haben meistens in Selbstversorger-Appartements gewohnt. Die werden entlang der Garden Route zu Hauf angeboten. Mit unserer Wahl waren wir – bis auf eine – extrem zufrieden und haben echte Glücksgriffe gemacht. Empfehlungen findet ihr zu jeder Station im jeweiligen Blogbeitrag.

Wer noch kein AirBnB-Konto hat, folgt gerne meinem Einladungslink. Da gibt’s für jeden von uns beiden EUR 30 Guthaben. 🙂

Die Route

Unsere Route hat uns von Kapstadt über Hermanus – Cape L’Alguhas – De Hoop Nature Reserve – Port Elisabeth – Kirkwood – Wilderness – Tsitsikamma National Park – Stellenbosch zurück nach Kapstadt geführt.

Details zur Route findet ihr in einem eigenen Blogbeitrag.

Details zu jeder einzelnen Station ebenfalls in gesonderten Blogbeiträgen.

Die Vorbereitung

Großartige Vorbereitung gab’s – wie auf meinen letzten Reisen auch – eher nicht. Flüge haben wir schon früh gebucht, Stefan hat sich vorab um das Mietauto gekümmert, die internationalen Führerscheine haben wir uns auch rechtzeitig organisiert, ein Visum ist nicht notwendig.

Offen gesagt haben wir uns sehr auf die Route und die Tipps von Sara und Marco auf ihrem Blog Love & Compass verlassen. Vielen Dank dieser Stelle dafür! 🙂

… Und dann von Tag zu Tag geplant und gebucht. Glücklicherweise ist in diesem Fall die Vorbereitung nicht so essenziell wie jene bei einem Bunjee-Sprung.

2 Kommentare zu „#93 – Südafrika / Garden Route – 13 Tage auf Entdeckungstour

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