#72 – Ein Tag in Stonetown, Sansibars historischem Herzstück

Sansibar Stadt und Stonetown, als dem „historischen Herzstück“ davon, muss ich unbedingt noch einen Besuch abstatten, bevor ich mich aufs Festland verzupfe. Die Angst nicht alles an einem Tag sehen zu können verflüchtigt sich schnell, als ich feststelle, dass die Wege weitaus kürzer sind, als sie auf der Karte aussehen. Da bleibt sogar noch Zeit für einen gemütlichen Kaffee mit Aussicht und einem Cocktail beim Sundowner.

Von anderen Reisenden höre ich ganz Gemischtes über Stonetown: Von „Da reicht ein Tag vollkommen, die Stadt gibt nicht wirklich was her…“ bis hin zu „Einer der nettesten Städtchen, die ich je gesehen habe. Soooo nett zum Strandeln und genießen.“ – Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Ich entscheide mich zwei volle Tage dort zu sein. Aufgrund des Wartens auf Wind in Paje bleibt dann doch nur einer (#unplanbar #manmussprioritätensetzen). Abends komme ich per Taxi nach einer Stunde Fahrt aus Paje an und check ein.

Wo wohnen?

Das Lost & Found Hostel liegt perfekt in der Nähe der Küste und total zentral inmitten von Lokalen und Geschäften.

Ich bin etwas überrascht, als ich feststelle, dass in diesem Schlafraum 30 Personen liegen. Durch die gemauerten Betten alias Kojen mit Vorhang hat man aber mehr Privatsphäre und Ruhe als in so manchem 6-Bett-Zimmer. Noch nie zuvor gesehen und schnell als perfekt befunden.

Das Haus, der Schlafraum, die Betten und auch die Badezimmer sind sehr sauber.

Alles in allem auf jeden Fall weiterzuempfehlen!

Wo essen?

Frühstück im Stonetown Cafe

Nur ein paar Minuten zu Fuß vom Hostel und vom Hostel empfohlen. Das Spanish Omelette enttäuscht mich zutiefst, es schmeckt nach nichts… Das Coconut-Bread und der Sansibarische Kaffee dafür machen alles wieder wett.

Kaffee & Kuchen im Zanzibar Coffee House

Das Cafe ist zugleich auch ein Hotel. Die Dachterrasse ist für Besucher nur von 11 Uhr bis 15 Uhr zugänglich und absolut empfehlenswert. Die Bestellung muss im Erdgeschoss aufgegeben und der Bon oben abgegeben werden. Da ich das nicht raffe warte ich erstmal 30 Minuten und genieße die Aussicht. Dann werde ich soooo wild auf meinen Schokokuchen, dass ich fragen gehe und er mich schlussendlich erreicht. 🙂

Sundowner & Cocktail im Beach House

Da man in Paje den Sonnenuntergang nicht sehen kann, möchte ich hier die Chance nutzen. Auf der Suche nach einem geeigneten Lokal schlendere ich am Beach House vorbei. Sieht etwas gehoben aus und ich in meinen Bluderhosen bin erst nicht sicher, ob ich da reinpasse. Dann fällt mir ein, dass es eigentlich TOTAL egal ist, was andere denken und nehme Platz. Ich gönne zwei Cocktails und lausche Sprachnachrichten während ich der Sonne beim Untergehen zusehe.

Abendessen am Forodhani Foodmarket

Mit dem Abendessen warte ich geduldig bis es Dunkel ist. Die Foodmarkets der Stadt sollen es wert sein sie auszuprobieren. Einerseits begeistert (mal was anderes!) und andererseits enttäuscht (bei allen Ständen wird exakt dasselbe angeboten) drehe ich eine Runde und entscheide mich für den allerersten Stand.

Es gibt Spieße mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Gewürzt oder Neutral. Dazu verschiedene Brote und Samosa. Ich wähle einen Hühnerspieß, einmal Thunfisch und Lobster (man gönnt sich ja sonst nichts…). Die Spieße werden zum durchbraten auf den Grill gelegt und ich schlürfe inzwischen an meinem frisch gepressten Passionsfrucht-Saft.

Vom Konzept und dem Geschmack grundsätzlich bin ich begeistert. Der Thunfisch ist leider viel zu scharf für mich und das Hühnchen erstmal nicht durch. Liegt mir daher alles etwas Magen. Aber ich behalte es trotzdem als sehr nettes Erlebnis in Erinnerung.

Eis bei Mamma Mia

Nicht, dass ich nicht schon voll bin… Aber es sieht sooo lecker aus und der Eindruck bestätigt sich. Peanut-Butter, Nutella-Kokos (OMG!!!) und Passionsfrucht. Yummi! Es zahlt sich definitiv aus über den Hunger zu Essen.

Was ansehen?

St. Joseph Catholic Cathedral

Hier komme ich mehr oder weniger zufällig nach dem Frühstück als erstes vorbei und frage am Seiteneingang, ob ich eine Runde drehen darf. „Karibu!“ – „Willkommen!“, werde ich freundlich in Empfang genommen.

Old Fort

Im Old Fort gibt es einige Kunstläden, in denen sehr nette Souveniers erstanden werden können.

Forodhani Gardens

Der Park liegt direkt am Wasser und lädt zum Durchschlendern und für eine Pause ein. (Mama Mia ist gleich um’s Eck – also vielleicht eine Eispause?!) Abends findet hier der Foodmarket statt.

The House of Wonders / Beit el Jab / Nationalmuseum

Leider geschlossen…

Palace Museum

Klein und verstaubt, aber ganz nett… 😉

Eintritt: TZS 6.000 / EUR 2,30

Der FährHafen

Vom Hafengelände innen dürfen leider keine Fotos gemacht werden…

Darajani Market

Ich liebe Märkte! Dieser hier begeistert mich zwar nicht so sehr, aber dennoch schlendere ich einige Zeit durch (liegt auch vielleicht an meinem fehlenden Orientierungssinn…) und beobachte das Treiben. Hauptsächlich gibt es Gewürze, Gemüse & Obst, Fleisch und Fisch.

Ehemaliger Sklavenmarkt

Auf dem Platz an dem vor vielen Jahren der Kauf und Verkauf von Sklaven stattgefunden hat, steht heute ein Museum. Es gibt viiiiiiiel zu lesen! Die Geschichte und Bilder sind aber so fesselnd und augenöffnend, dass man keine Tafel auslassen möchte.

Eintritt TZS 11.500 / EUR 4,50

Es befinden sich hier auch die Kammern, in denen die Sklaven gefangen gehalten wurden, sowie eine Kirche und ein Denkmal.

HAMAMNI PERSIAN BATHS (Hamam Bäder)

Für heiße zwei Dollar darf man die „Ruinen“ betrachten. Das dauert gefühlt 2 Minuten. Aber hätte ich mir das nicht gegönnt, würde ich mich wohl immer fragen was ich wohl verpasst habe… 😉

Eintritt: USD 2 / EUR 1,80

Prinzessin Salme Museum

Als ich ankomme ist geschlossen, obwohl geöffnet sein sollte. „Er ist nur ein paar Stunden wohin gegangen.“ – „Aha…“ =P Aus dem benachbarten Hotel darf ich aber den Seiteneingang benutzen.

Im Grunde ist es nur ein Raum mit viel Lesestoff. Wer an ihrer Geschichte interessiert ist, ist hier aber für einen Abstecher genau richtig.

Eintritt: TZS 10.000 / EUR 4,00

Swahili Türen

Gibt es in der ganzen Stadt verteilt zu finden.

Fazit

Um alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern reicht aus meiner Sicht locker ein Tag. Wem nicht schnell langweilig wird und wer gerne durch Straßen schlendert, neue Lokale ausprobiert und durch kleine Shops strandelt ist hier richtig aufgehoben auch den einen oder anderen Tag mehr zu verbringen.

Mir persönlich hat es sehr gut gefallen – genau aus dem Grund der guten Mischung aus Kultur, Shopping und Essen & Trinken.

Ein Kommentar zu „#72 – Ein Tag in Stonetown, Sansibars historischem Herzstück

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.