#70 – Kontrastprogramm zum Kilimanjaro: 17 Tage Sansibar

Als totales Kontrastprogramm zum Kilimanjaro begebe ich mich nach der Tour nach Sansibar. Erstmal drei Nächte gebucht. Man weiß ja nie was einen in der Unterkunft erwartet… Ab dem ersten Moment für ziemlich gut befunden. Dann verlängert. Und verlängert. Und verlängert. Bis ich mich nach 17 Tagen schweren Herzens von Paje, dem Summer Beach Hotel, der Hakuna Matata Kiteschool und allen Personen, die in irgendeiner Form damit zusammenhängen verabschiede und weiterziehe. Was bleibt sind tolle Fotos, neue Kontakte über die Welt verteilt, einmalige Erinnerungen, ein neuer Lieblingssport… und Stolz.

Wo wohnen?

Aber eins nach dem anderen… Und wie immer bisher bei den Reiseberichten erstmal das Wohnen. Und da kann ich guten Gewissens und mit voller Überzeugung in Paje (Ostküste) das Summer Beach Paje empfehlen.

Direkt am Strand gelegen, aber auch nur 10 Minuten zu Fuß von allen Geschäften, extrem sauber, Personal und Besitzer super freundlich und hilfsbereit, Restaurant ein Traum. WLAN eher mies, aber SIM-Karte günstig und einfach zu bekommen (Halotel funktioniert hervorragend).

Ich schlafe für USD 18 pro Nacht im Dorm, der sehr geräumig und sauber ist. Einziger Störenfried ist eine Maus, die sich meiner Lebensmittel und Unterwäsche erfreut…

Es gibt auch private Bungalows, für alle, die mehr Privatsphäre möchten.

Wo essen?

EIGENTLICH traue ich mich das nicht zu schreiben. Denn ihr wisst: Ich probiere irrsinnig gerne Neues aus. Teste mich durch. Bin mal da. Mal dort. In Sansibar esse ich kein einziges Mal außerhalb des Hotels. Shame on me. Aber es war halt so lecker. Und ich extrem faul.

Die einzigen zwei Ausflüge sind die Smoothie Bar, in die uns Tina entführt. Dort lassen wir uns Eis, Kaffee und einen leckeren Passionfruit-Cheesecake schmecken.

Und das berühmte Restaurant The Rock. Das Bild erklärt den Namen… 😉 Wir gönnen uns dort ein Getränk und genießen die Aussicht. Das Essen ist superteuer und soll auch nicht soooo besonders sein.

Wo feiern?

In Sansibar bzw. Paje und Umgebung gibt es jeden Tag Party – wenn man das möchte. Ich bin weniger in Feierlaune und daher nicht die richtige Ansprechpartnerin. Allerdings kann ich von vier Parties berichten:

MONTAG IM RED MONKEY

Hier gibt es afrikanische Livemusik. Hauptsächlich Hiphop und Rap (wenn ich das richtig rausgehört habe…). Es ist zwar klein und eng, aber wirklich nett und zu empfehlen!

Eintritt: TZS 10.000

MITTWOCH IM OLD TEDDYS

Vom Strand zu Fuß ca. 10-15 Minuten vom Summer Beach Paje geht’s zur Popo-Party. Wobei Popo nicht als unser „Popo“ zu verstehen ist, sondern in Swahili „Fledermaus bedeutet“! 😉

Viel westliche Musik und grundsätzlich ganz nett. Ich war leider nicht besonders in Tanz- und Partystimmung. Bin daher keine valide Feedback-Quelle…

Eintritt: TZS 10.000

FREITAG IM JAMBO

Über den Strand nur 2 Gehminuten vom Summer Beach Hotel entfernt. Das einzige Mal, als ich etwas über den Durst getrunken habe. Vielleicht gerade deshalb die für mich beste Party?! 😉

Jedenfalls habe ich es geliiiiiebt und mir mal wieder die Seele aus dem Leib getanzt! Gute Musik, offene Location.

Eintritt: TZS 10.000

Sonntag im Vuvuzela

Angeblich DIE Party in der Umgebung. Vor allem Locals finden sich dort jede Woche ein wonach auch viel afrikanische Musik gespielt wird (oder werden sollte…). Als wir dort sind, sind so viele Mzungus (Weiße) da, dass die Musik eher westlich ist. Wenn die Afrobeats kommen, gehen die Einheimischen aber richtig ab und einfach nur am Rand zu stehen und zuzuschauen macht unheimlich Spaß.

Eintritt: TZS 5.000

Wo kiten?

Im Summer Beach Paje wird mir die Hakuna Matata Kiteschool empfohlen, am Strand quasi direkt neben dem Hotel.

Hilfsbereiter Staff, gutes und neues Material, erfahrene, geduldige, aufmerksame lustige Lehrer, eine sehr nette Besitzerin und WIRKLICH tolle Preise. Die Empfehlung gebe ich hiermit daher gerne weiter!

Hakuna Matata Kiteschool auf Facebook & Instagram

Und sonst so?

Einige Male werde ich gefragt: „Und was machst du den ganzen Tag?“ Tja… Ich denke ich bin so richtig im Entspannungs-Unplanungs-Modus. Die ersten Tage verbringe ich ausschließlich mit Schreiben. Bewege mich quasi nicht von meinem Sitzplatz an der Bar nahe der Steckdose. Gehe zwei Mal laufen und mache einmal Yoga. In 17 Tagen liege ich nicht einmal wirklich in der Sonne, mache so gut wie keine Ausflüge – außer Strandspaziergänge zählen dazu?! 😉 Sehe keine anderen Strände oder Orte. Ohne Druck. Ohne schlechtem Gewissen. Ohne zu wissen wie lange ich bleibe. So kennt ihr mich nicht? Für mich ist das auch gänzlich neu… Fühlt sich aber echt gut an, muss ich zugeben.

Ganz Nichtstun geht auch nicht…

Da Paje DER Kitespot in Sansibar ist, raffe ich mich an Tag vier dann doch auf und will mich mal informieren wie das mit Kosten usw. ist. Was Kitesurfen für eine Wichtigkeit in den kommenden Tagen bekommen wird, ahne ich da noch nicht…

Und damit – habt ihr vermutlich schon geahnt – hängt auch die Stolz-Sache zusammen, von der ich im letzten Beitrag geschrieben habe. Muss euch aber ausnahmsweise nochmal auf den nächsten Beitrag vertrösten. So etwas Seltenes verdient einen eigenen. 😉

Ein schwerer Abschied

Nach einigen Verlängerungen treffe ich irgendwann doch die Entscheidung mich von Paje zu verabschieden und plane (jawohl!) die nächsten Schritte. Schließlich kann ich ja nicht ewig hier bleiben (leider…) und der Kindergarden of Joy wartet auf mich.

Spontan organisiere ich ein Abschiedsessen mit der Kiteschule und unserer kleinen aber feinen Runde. Es gibt leckeren frisch gegrillten Fisch, frittierte Calamari, Oktopus-Curry, Reis, Pommes, Salat und alle schlagen kräftig zu.

Am 27.08.2019 geht es für mich nach Stonetown. Statt Vormittags abzureisen bleibe ich bis Abends und warte auf Wind (vergeblich…), kann so aber einen Tag in der Sonne chillen und frage mich, warum ich das nicht schon früher mal gemacht habe…

So zögere ich auch den Abschied noch etwas hinaus. In den letzten Tagen sind wir eine richtig kleine nette Gruppe zusammengewürfelter Leute geworden. Und da ich sowieso in den letzten Tagen eher emotional bin, verdrücke ich im Taxi sogar ein paar Tränen.

Sansibar und Paje laufen mir ja aber nicht davon. Ich komme gerne wieder… und jetzt geht’s erstmal auf in ein neues Abenteuer!

5 Kommentare zu „#70 – Kontrastprogramm zum Kilimanjaro: 17 Tage Sansibar

  1. Hallo Anja, ich freue mich über deinen Beitrag und über die wunderschönen Bilder:) Nimmst du auch ein Kuchenrezept mit und wir probieren es aus?
    Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und alles Gute:) Erika

    Gefällt 1 Person

  2. Hello!
    Ich freu mich so für dich, dass es dir so gut ergangen ist und dass du eine neue Leidenschaft entdeckt hast.
    Weiterhin eine schöne Zeit in Tansania wünscht dir Mama

    Deine Fotos sind genial

    Gefällt 1 Person

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