#37 – Von innerlicher Zerrissenheit / Zwischen Heim- und Fernweh

Sich innerlich zerrissen fühlen. Das eine fühlen. Und der Sekunde darauf etwas anderes. Oder gar das Gegenteil. Oder gar im selben Moment. Oder ein Gefühl im Bauch zu haben. Und ganz rational zu wissen, dass es Unfug ist – sofern Bauchgefühle Unfug sein können. Als würde ich aus zwei Hälften bestehen. Als würde an je einer meiner Seiten jemand stehen und an meinen Armen ziehen. Mich auseinanderziehen. Als wären die beiden zwei weitere Exemplare meiner eigenen Person. Die eine die das will. Die andere die das andere will. Die eine, deren Herz das eine sagt. Die andere, die auf den Verstand hört, der das Gegenteil sagt. Keine Möglichkeit die beiden in Einklang zu bringen. Langsam exakt in der Hälfte geteilt, auseinandergerissen. Kennt ihr dieses Gefühl auch?

Mir scheint in den letzten Monaten – und eigentlich im letzten Jahr (oder schon länger…?!) – fühle ich mich durchschnittlich oft so. Oder wahrscheinlich seit ich diesem Gefühlschaos ein Bild gegeben habe. Inzwischen habe ich nämlich gelernt – die Coaching-Ausbildung während des Studiums und die Therapiesitzungen haben sich bezahlt gemacht – dass wir mehrere Anteile in uns haben. Das ist normal. Und das ist gut so. Wenn sich die aber mal nicht einig sind, aneinandergeraten und auch mal laut werden, kann das unangenehm sein. Ich habe dem für mich das Gefühl und das Bild der eben …innerlichen Zerrissenheit gegeben.

Mir ist bewusst: Mich in etwas reinsteigern kann ich. Aber auch, wenn ich weiß, dass ich mich da vielleicht gerade reinsteigere – abdrehen ist nicht. Sind es ja alles Anteile meiner eigenen Persönlichkeit.

Manchmal zupfen da nur zwei an meinen Ärmeln. Das kommt schon öfter mal vor (wir erinnern uns an meine nicht-vorhandene Entscheidungsfreude wie „Soll ich heute indisch oder mal wieder etwas anderes essen? Soll ich einen Blogartikel schreiben oder an den Strand gehen?“). Aber manchmal sind die echt penetrant. Dann zupfen oder reißen sie nicht nur an meinen Ärmeln sondern an meinen Armen und manchmal sogar an meinen Hosenbeinen oder Haaren. Ist das zu fassen? Da geht es dann meist um Dinge, die ich nicht ändern kann. Die nunmal so sind. Ich akzeptieren muss. Auch mit meinem (Widder-)Dickschädel. Rational gesehen weiß ich das. Aber meistens wollen die beiden links und rechts davon nichts hören.

Wenn es so akut ist, möchte ich am liebsten aus meiner Haut schlüpfen. Einfach oben raus, während unten alles entzweit wird. Oder es abschütteln. Überall kribbelt es. Schreien könnte ich. Weinen. Vor Wut über dieses Gefühl und die Machtlosigkeit. … Und andererseits tut es gut endlich ein Bild für dieses Gefühlschaos zu haben. Da ist das Chaos schon etwas geordneter. Damit kann man arbeiten. Daran arbeiten die beiden zu versöhnen. Oder zumindest zu akzeptieren, dass sie da sind.

Ein aktuelles Beispiel

Seit nun mehr als drei Monaten reise ich von einem Ort zum anderen. Andere Kulturen, andere Menschen, andere Städte. An jedem Ort andere Kleidungsvorschriften, anderes Essen, andere Unterkünfte, andere Personen. Nicht unmöglich sich wohlzufühlen. Aber für mich unmöglich mich irgendwo richtig Zuhause zu fühlen. Das ist halt schon ein sehr spezielles Gefühl finde ich. Das Zuhausesein. Und das wird mir im Zuge der Reise immer bewusster. Meine eigenen vier Wände, mein eigenes Bett, der vertraute, beschützende Geruch, wenn ich meine Wohnung betrete.

Seit mehr als drei Monaten immer wieder gute Gespräche, interessante Menschen, herzliche Begegnungen. Und doch niemand, bei dem man sich einfach fallen lässt und anlehnt. Mit dem alles vertraut ist und der einen in und auswendig kennt. Das war alles halb so schlimm die ersten Monate. Darüber hab ich mich noch gewundert. So schnell konnte ich den Gedanken gar nicht zu Ende denken. Mit einem neuen Ort, viel Unsicherheit und einem schmutzigen Zimmer rollte es dann doch über mich herein. Nicht unbedingt der Wunsch nach Hause zu fliegen. Aber das Vermissen der ganzen Vertrautheiten und plötzliches alleine, verlassen, hilflos und überfordert fühlen. Heimweh.

Ein paar Tage später. Mittlerweile das Zimmer geputzt, orientiert und eingewöhnt plötzlich das Bewusstsein zwar manchmal die Vertrautheit zu vermissen, aber überhaupt nicht das Gefühl zu haben nach Hause zu wollen. Nur noch sechs Wochen in der Ferne. Nur noch sechs Wochen für so viele Dinge, die ich sehen möchte. Nur noch sechs Wochen für eine Rundreise in Kerala, einige Zeit in einem Ashram und nochmal Volunteering an einem anderen Ort. Eigentlich möchte ich noch in ein zweites Ashram. Und alle sagen der Norden Indiens ist so toll. Die zehn Tage zu Beginn meiner Reise waren ja nichts. Und da ist auch kein Monsun zur Zeit. Das wäre schon auch toll. Und sooo viele Menschen reisen nach Sri Lanka nach oder vor Indien. Es soll soooo toll sein. Oder Bali. Ein Traum sagen alle. Das wäre doch ein toller Ausklang.

Das geht sich aber UNMÖGLICH alles aus. Dabei habe ich 12 Monate zur Verfügung. Eigentlich. Und ich wollte ich mir alle Freiheiten lassen. Einfach da bleiben wo ich bin, bis mein Herz sagt ich soll weiterziehen. Keine Eile. Kein Stress. Spüren was ich wirklich will. Ist ja genug Zeit. Nun habe ich aber versprochen ich komme spätestens Ende Mai nach Hause. Bravo. War das die richtige Entscheidung? Die Chance habe ich vielleicht nie wieder in meinem Leben. Wut entwickelt sich. Unsicherheit. Enge. Die Luft zum Atmen wird weniger. Stress entsteht. So viel zu erleben. So viel zu sehen. Und so wenig Zeit. Es kribbelt. Sie beginnen mich auseinanderzuziehen. Tränen kullern vor Frustration. Fernweh. Wo ich doch gerade mehr als 7.000 km von zu Hause weg bin. Klingt komisch. Ist aber so.

Total gestresst wird recherchiert, geplant, organisiert. Wenn ich am X dorthinfahre und fünf Tage bleibe, kann ich direkt weiter nach X und von dort nach zwei Tagen nach X weiter. Dann wieder zwei Tage dort und gleich weiter nach X. … So sehe ich zumindest einen Bruchteil von den Dingen.

Eine Woche später alle Pläne über den Haufen geworfen und immer noch am selben Fleck. Viel entspannter. Entschieden doch alles spontan zu machen. Geburtstagspakete bekommen. So viele liebe Menschen zu Hause. So viel Heimat in den Paketen mitgeschickt. Ich möchte alle herzen. Möchte meine neue Yogatasche ausführen. Möchte JETZT mit meiner Familie Geburtstag feiern. Nicht im Juni. JETZT. Heimweh.

Zugleich: Immer noch den Stress, die Wut und Frustration im Nacken. Sie überkommen sie mich und ich könnte (mal wieder) aus der Haut fahren. So ein Blödsinn! Geburtstag im Juni wird super. April oder Juni ist vollkommen egal. Bis dahin so viel erleben wie nur geht! Diese Chance habe ich nur jetzt! Fernweh.

Sekunden später Entspannung. Alles wird gut. Alles IST gut. Eins nach dem Anderen. Ende Mai geht’s heim. Alles geht sich aus. Was ziehe ich zum Heimflug an? Mit wem möchte ich mich gleich mal treffen? Muss ich irgendetwas erledigen? Ich freue mich am Flughafen meine Liebsten in den Arm schließen zu können. Stelle es mir vor. Spüre es. Wie ich in Wien lande. Es nicht erwarten kann auszusteigen. Nervös auf meinen Rucksack warte. Wie ich durch die Schiebetüre gehe. Sie suche. Finde. Mich freue sie zu sehen. Tränen kullern vor Aufregung und Vorfreude. Heimweh.

Mittags sitze ich bei meinem Eiskaffee und möchte lesen. Quatschen da neben mir drei Traveller miteinander und tauschen sich aus. Die eine ist seit sieben Monaten unterwegs. Bali, Sri Lanka, jetzt Indien. Sie hat keine Ahnung wann sie heimfliegt. Wie toll ist das eigentlich? Das war auch mein Plan. Mein Wunsch. Ich will weg. Weiter. Länger. Mehr. Fernweh.

Weil ich mich eh nicht auf’s Buch konzentrieren kann, gehe ich online. Sehe Bilder von österreichischen Landschaften. Der Frühling ist endlich da. Die Sonne kommt raus, die Blumen sprießen, ihr richtet eure Balkone her, geht wandern, laufen, genießt die frische Luft und die Natur, feiert Ostern mit euren Familien, mit leckerem Osterschinken, frischen bunten Eiern und leckeren Osterlämmern. Ich will auch… Diese unglaublich frische Bergluft, die frischen Wiesen, meine Laufstrecke von Inzersdorf nach Vösendorf über die Felder, auf der ich jeden Busch und jede Pfütze nach dem Regen kenne, meine Fenster, durch die die Sonne ins helle Wohnzimmer scheint, mein Balkon auf dem ich jetzt mein Tischchen und meine Stühlchen auspacken und mein Frühstück oder ein gutes Buch genießen würde, die Osterjause bei meinen Eltern und den Duft des leckeren Essens meiner Mama (da schmeckt’s einfach immer am besten), eine Wochenendwanderung mit Mann und Hund, gemeinsam am Wochenende ausschlafen, gemütlich frühstücken, kuscheln, abends vorm TV knotzen oder mit einem Glas Wein Selbstgekochtes genießen. Heimweh.

In der Sekunde drauf fällt mir auf. Ja – ich vermisse das alles. Aber das hab ich ja die nächsten ich weiß nicht wieviele Jahre. Und ich vermisse es. Aber ich bin noch nicht bereit nach Hause zu fliegen. Da wird mir bewusst: Nur noch fünf Wochen. Ich werde nur einen Bruchteil der Dinge machen können, die ich gerne machen würde. Nur einen Bruchteil. Alles anders als geplant. Alles zu kurz. Zu knapp. Stress. Enge. Keine Luft. Ausbrechen wollen. Sofort zusammenpacken und weiterreisen wollen. Fernweh.

Gestern. Der letzte Tag von drei Wochen Volunteering ist angebrochen. Ich räume, wasche, packe, sortiere. Der Ort ist mir inzwischen vertraut, ich fühle mich wohl. Muss ihn verlassen. Weiterreisen. Wieder von vorne beginnen. Weiß nicht was da auf mich zukommt. „Eigentlich würde ich jetzt gerne fürs Heimfliegen packen…“, schießt es mir durch den Kopf. Hab ich das gerade wirklich gedacht??? Waren das meine Gedanken??? Ja – tatsächlich! Ich fasse es nicht… Heimweh.

Heute. Tag der Abreise. Vor der Abfahrt noch schnell zur Post. Schnell nehme ich zurück. Alleine das „Einnähen“ des Paketes nimmt eine Stunde in Anspruch. Währenddessen bereitet ein anderer Traveller sein Paket vor. Er erzählt mir, dass er bereits acht Monate unterwegs ist. Noch fünf bis sechs Monate hat er zur Verfügung. Einen ganzen Monat war er in dem Ashram, in das ich heute noch fahren will. Für mich gehen sich – schätze ich mal – maximal 10 Tage aus. Stress. Ärger. Fernweh.

Alles läuft mal wieder anders als geplant. Die Post nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Die SIM-Karte funktioniert nicht mehr und niemand kann mir helfen. Total verschwitzt und mit den Nerven am Ende komme ich viel zu spät zurück ins Hotel. Im Ashram kann man nur bis 17 Uhr anreisen. Das wird heute nichts mehr. Obwohl ich alles fix und fertig gepackt habe, werde ich nun doch eine Nacht länger bleiben. Unplanbar. Nichts hinzuzufügen. Kein Grund zur Verzweiflung, aber der Ärger steigt hoch. Eigentlich bin ich bereit mit meinem Gepäck zum Flughafen zu fahren und den nächsten Flieger nach Wien zu nehmen. Heimweh.

Und zugleich wird mir bewusst: Schon wieder einen Tag verloren. Noch weniger Zeit für Ashram, Rundreise und was ich sonst noch gerne machen würde. Fernweh.

Also auf den einen Tag kommt’s jetzt auch nicht mehr an. Dafür Zeit diesen Artikel zu schreiben und online zustellen und euch mit Lesestoff zu versorgen zumal ich im Ashram voraussichtlich keine Zeit und Möglichkeit haben werde. … Ashram. Straffer Zeitplan. Aufstehen um spätestens 6 Uhr morgens. Durchgehend Meditation, Yoga, Karma Yoga, Theorieunterricht. Will ich das? Oder will ich lieber… nach Hause? Heimweh.

… Ich bin mir sicher, dass dieses Gefühl jetzt nicht für ewig bleibt. Dann reißt die andere Seite wieder an meinem Ärmel. Fernweh.

Heimweh. Fernweh. Heimweh. Fernweh. Heimweh. Fernweh. …
… Und so geht’s dahin. Tagein. Tagaus.

Das kann man natürlich auf viele beliebige Situationen umlegen. Nicht-stolz-sein-können vs. Wissen, dass man Hervorragendes leistet (Stichwort: Berufsbegleitendes Studium, Getting Tough The Race). Sich-nicht-lieben-können vs. Wissen, dass man ein toller Mensch ist. Sich-nicht-im-Spiegel-anschauen-können vs. Wissen, dass man schonmal ganz anders ausgesehen hat. Eifersüchtig sein auf das Leben anderer vs. Wissen, dass man selbst ein wundervolles Leben führt. Eifersüchtig sein auf die Ex-Partnerinnen des Freundes vs. Wissen, dass man jetzt selbst die eine ist. Und so weiter und so fort.

Ich tue mir ehrlich gesagt schwer für diesen Beitrag einen sinnvollen Abschluss zu finden… Daher ist er auch so lang geworden fürchte ich – sorry dafür… 😉 Also mache ich mich den Rest des Tages einfach mal an die Arbeit, dass sich die beiden die Hand geben oder zumindest möglichst friedlich nebeneinander her leben ohne mich dabei in Stücke zu reißen.

Erster Schritt der Arbeit: Das Bild zu Papier bringen. Dieses Meisterwerk wollte ich euch nicht vorenthalten.

… Und für alle, die dieses Gefühl kennen oder mit anderen Gedanken zu kämpfen haben: Probiert’s doch auch mal aus. Papier. Stift (mit Farben machts noch mehr Spaß!). Los geht’s!

15 Kommentare zu „#37 – Von innerlicher Zerrissenheit / Zwischen Heim- und Fernweh

  1. Liebe Anja,

    wahnsinnig guter Artikel. Wahnsinnig verzwickte Lage.

    Könntest Drehbuch-Autorin werden für eine Fernsehserie. Wie wird sich Anja entscheiden? Wie geht’s weiter? Schalten Sie morgen wieder ein … 17:05 auf ORF1.

    Nein. Spaß beiseite. Tipps, Ratschläge und Meinungen sind hier meiner Meinung nach eher unangebracht.

    Ich bin der Meinung, du machst das alles gut und richtig.
    Man kann unmöglich alle Brücken abbrechen, keinen Kontakt zur Heimat haben und sich einfach mal für ein Jahr vertschüssen.
    Das wäre ja auch irgendwie traurig. Wenn man nicht vermisst wird. Und wenn man nicht vermisst.
    Es gibt für mich nichts Schöneres als ein Zuhause zu haben. Eine Heimat, mit der man sich identifizieren kann. Menschen, die auf einen warten und auf die man sich freut.

    Ich bin einer von ihnen und kann es kaum erwarten, dich wieder mal in echt zu sehen!

    Großes Bussi.

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    1. Liebe Belli!
      Bei der Sache mit der Fernsehserie musste ich echt lachen. Danke dafür! 🙂
      Du hast vollkommen Recht mit deinen Worten über das Zuhause und es bedeutet mir viel, dass du eine von denen bist, die dort auf mich warten. Reservier schonmal einen Tisch im waldemar (heisst das so?). 😉
      Dickes Bussi zurück

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  2. Liebe Anja,
    Kommentar schreiben Versuch 2.0, bin gespannt ob es jetzt klappt 😉

    Ich hab deinen Beitrag mit schmunzeln und Tränen in den Augen gelesen. Ja ein Gefühl vom zerrissen sein ist dabei aufgetaucht.
    Und sonst kenn ich das Gefühl auch, dass du hier beschreibst gerade zu gut. Ich habe dein TIschchen und Stühlchen ausgepackt und sitze da oft am Balkon und schaue in die Sonne und manchmal auch in die finstere Nacht. Da sitze ich dann und denke nach. Darüber, dass ich mich hier zuhause fühle und gleichzeitig überkommt mich ein Fernweh in mein/ ein eigenes Daheim, wo ich hingehe und von hier mein Chaos, meine Sachen und Gerüche mitnehme, um dir dein ZUhause wieder zu überlassen. Es ist fein hier- life happens.
    Eins noch: genieß noch so viiiiel wie möglich in der Ferne, deine Wohnung ist da, ich pass hier auf.

    Alles Liebe von Verena, deiner Mitbewohnerin 🙂

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  3. Liebe Anja
    du schreibst sooooo genial, ich muss so lachen, Engelchen und Teufelchen, Links und Rechts, sich heutzutage entscheiden was man will ist ja wirklich schwer, es gibt alles, du kannst jederzeit überall hin. Wie soll man da wissen ob man lieber mit Freunden am österreichischen See grillen geht oder in Bali am Strand liegt. Ich kann deine Zerissenheit nachfühlen. Aber du machst alles richtig, ich bewundere deinen Mut alleine zu Reisen, so viel zu sehen und zu erleben. Zuhause fühlt man sich auch nicht immer zuhause, glaub mir. 🙂 Geniess die Zeit im Ashram, ich beneide dich fast, toll was du machst wirklich!
    Alles Liebe dir!!!

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  4. Hallo Anja,

    danke für den schönen Artikel, den du so toll in Worte gefasst hast. Ich bin überzeugt, dass sich ganz viele
    so fühlen wie du. Du machst das toll, ich bewundere dich!!

    liebe Grüße

    C.

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  5. Hallo Anja ! Dein Artikel ist super, macht mich aber auch ein wenig traurig – weil Du gefühlsmäßig doch nicht so frei bist, wie man es Dir wünschen würde. Verstehe ich aber auch 🙂 Dein Bauch wird Dir schon das Richtige sagen…..Deine Liebsten warten so wie so auf Dich !!! Pass weiterhin auf auf Dich und genieße es noch. Bussi Doris

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    1. Vielen Dank liebe Doris! Frage mich, ob man überhaupt jemals so richtig frei sein kann.. Habe schon gehört der Artikel wirkt trauriger als gewollt. 😅🙈 Alles gut hier und gehört dazu!
      Alles Liebe und Bussi in die Heimat

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  6. Meine liebe Socke!
    So ein guter Beitrag und so ehrlich wie immer. Diese Zerrissenheit begleitet uns glaube ich alle immer wieder durch unser Leben, ganz egal wie alt man ist. Auch in meinem fortgeschrittenen Alter gibt’s das noch. ( ob das jetzt ein Trost ist oder frustrierend, weiß ich nicht) Aber das Leben stellt uns immer wieder vor Herausforderungen, die auch spannend sind und uns in Bewegung halten.
    Du machst das ganz super! Ihr beide macht das super.
    Ich denke viel an euch!!!

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    1. Vielen Dank, liebe Mama!
      Naja.. Was ein Trost ist: Ich bin nicht die einzige mit diesen Gefühlen. Obwohl ich das natürlich niemandem wünsche. 😉 Und das Gute: Die Gedanken kommen, aber gehen ja auch wieder. 🙂

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  7. Liebe Anja, ich hab lange nachgedacht über deine n berührenden Bericht von der Zerrissenheit und möchte dir jetzt gerne schreiben.
    Anja ich glaube dir deine Gefühle und es ist so toll dass du dir über all die Themen Gedanken machst.

    Ich wollte dir auch gerne schreiben wie es mir geht, ich bin ja schon Mittelalter, habe schon lange das Gefühl angekommen zu sein in meiner Familie mit meinen Freunden und es ist wunderschön an einen Ort beheimatet zu sein und zu sehen wie die Familie wächst. Vielleicht hatte ich in meiner Jugend auch diese Zerrissenheit, aber mit dem Alter bekomme ich eine Freude, eine Wärme, eine große Dankbarkeit das ich an einen Ort sein kann wo meine Familie wohnt, das ist so etwas besonderes schönes das ich es nicht mehr missen möchte.
    Ich wünsche dir von Herzen das du auch diesen Ort in deinem Leben findest:)

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    1. Vielen Dank für deine offenen Worte, liebe Erika!

      Ich hoffe auch irgendwann das Gefühl zu haben innerlich angekommen zu sein. Zugleich glaube ich, dass es auch dann Momente geben kann wo die inneren Anteile sich nicht ganz einig sind. Aber wir werden sehen wie ich mich da in der Zukunft entwickle. Das macht ja das Leben so spannend. 🙂

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  8. Liebe Anja,
    wieder so ein schöner, ungeschminkt ehrlicher Beitrag über Deine Gefühle .. absolut nachvollziehbar bis ins letzte Detail!
    Lass Dich nicht fertigmachen von den beiden Ärmel-Zupfern .. Du machst das schon richtig, lass Dich nicht aus dem Takt bringen! Ich bin der Meinung, dass alles einen Sinn hat – sieh es nicht so eng, wenn Du nicht alles gesehen hast, was Du möchtest oder Dir vorgenommen hast! Es gibt immer Grenzen und Einschränkungen, egal wieviel Zeit Du Dir noch gibst/nimmst, sie wird immer zu kurz sein. Vielleicht hat es einen guten Grund (auch wenn er Dir heute noch verborgen ist), wenn Du eben nicht alles erleben kannst, was da noch so warten könnte, sollte denn nicht immer auch noch etwas übrig bleiben, ein Anreiz, wiederzukommen, das Gefühl, es gibt immer noch etwas zu entdecken? Vielleicht auch noch mehr, wenn man nicht allein reist?
    Natürlich schreibe ich jetzt „leicht“, ich sitze ja daheim, und ein bisschen neidisch auf Deine Auszeit 😊 aber Du weißt auch, dass mich gerade ein anderes Thema „zerzupft“ .. und ich versuche mein Bestes, das Positive der beiden „Zupfer“ mir vor Augen zu halten, um nicht von dem, was mir fehlt, zerrissen zu werden – vielleicht hilft Dir diese Sichtweise auch ein wenig weiter?!?
    Alles Liebe und noch viele unzerrissene Tage!!
    😊

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