#35 – Reisebericht Panjim (Panaji) – Mein Highlight: Von einem ungeplanten Wiedersehen und unglaublich herzlicher Gastfreundschaft

Neben den Dingen wie Unterkunft, Sehenswürdigkeiten und sonstigen Erlebnissen, möchte ich euch natürlich mein Highlight dieser Stadt nicht vorenthalten und zwecks Artikellänge und Wichtigkeit für mich, widme ich dem einen eigenen Beitrag. Macht euch auf ein ungeplantes Wiedersehen und ganz viel Gastfreundschaft gefasst!

Dazu muss ich allerdings etwas ausholen…

Anfang März lerne ich auf dem Flug von Bangalore nach Goa ich Sudhanshu kennen. Ich habe keine Ahnung mehr wie es begonnen hat, aber wir plaudern fast den ganzen Flug über dies und das. Was mache ich hier. Was macht er hier. Er erzählt mir, dass er Fotograf ist und einen Blog mit seiner Freundin hat. Ich erzähle von meiner bisherigen Route in Indien, von meinem Blog und wie es zum Namen „unplanbar“ kommt. Er ist übrigens auch jener Mensch, der sagt: „Well… Life happens!“, was mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf geht und ich daher zum Namen meines Blog hinzufüge.

Jedenfalls warten wir auch zusammen auf unser Gepäck und er achtet darauf, dass mein Taxifahrer tatsächlich da ist und ich nicht von 20 anderen Angeboten überfallen werde. Wir tauschen Instagram Accounts aus, er schlägt vor, dass wir uns treffen können, wenn ich mal in Panjim bin und es trennen sich unsere Wege.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich denke nicht, dass wir uns jemals treffen werden, da ich auch nicht denke, dass es mich je nach Panjim verschlagen wird. Aber wer weiß… 🙂

Jedenfalls – surprise, surprise: Wiiiiiedereinmal kommt es anders.

In den folgenden Wochen beginne ich auch den Blog seiner Freundin, Sonali, auf Instagram zu verfolgen, bin begeistert von Sudhanshus Fotos (Website) und bewundere die beiden unendlich für ihren minimalwaste-, slowartofliving- und veganen Lebensstil, der für mich gefühlt ewig weit entfernt ist (Oursluglife – the art of slow living, Minimalwasteindia).

Wer neugierig ist, findet hier die Instragram-Accounts:

Durch gegenseitige Kommentare und Nachrichten merke ich sofort: Die beiden sind unglaublich herzliche, offene Menschen! Sonali hat viel Humor und bringt mich oftmals zum Schmunzeln. Und nachdem ich ja inzwischen doch in Panjim gelandet bin, finde ich die Idee mit dem Treffen sehr nett!

Gesagt. Getan. Wir Ladies nehmen das in die Hand und machen uns aus an einem Abend gemeinsam zu einem Strand zu fahren. Leider ist es exakt jener Abend nach meiner Magenkrämpfe-Kakerlaken-Nacht und auch Sonali wurde inzwischen krank. Wir müssen vertagen und machen uns etwas Neues aus.

Sonali schlägt ein paar Tage später vor, dass ich ja zum Mittagessen vorbeikommen könnte. Was für eine nette Idee – ich freue mich riesig! An meinem allerletzten Tag nehme ich eine Rikscha und brauche mindestens doppelt so lange, als Google Maps berechnet, weil der Rikscha-Fahrer mein Navi nicht verwenden kann/will und ich keine genaue Adresse habe. Welcome to India!

Schlussendlich und mit ein paar Nerven weniger lande ich aber dann doch bei den beiden und Sudhanshu holt mich von der Straße ab. In dem Moment werden mir meine Gedanken von vor ein paar Wochen bewusst, dass wir uns bestimmt nicht mehr wiedersehen werden. Also ein wirklich ungeplantes und unerwartetes Wiedersehen. Es sind auch zwei weitere Freunde da, die mit dem Fahrrad aus dem Norden nach Goa gekommen sind. Während Sonali kocht, plaudern wir in der Küche und es fühlt sich witzig an: So unbekannt und doch so unglaublich herzlich und ungezwungen. Sudhanshu habe ich ja nur ein paar Stunden im Flieger und Sonali gerade eben persönlich kennengelernt…

Danach lassen wir uns das Essen schmecken. Sie hat das Gemüse letzten Abend ganz frisch an der Straße erstanden. Ein Glück, dass die beiden ganz am Rande der Stadt, im Grünen, wohnen: Hier werden täglich die Ernten des Tages von Frauen verkauft und man ersteht was gerade angeboten wird. Es gibt Kürbispüree mit Okra und Reis, superlecker gewürzt (nicht scharf – was für ein Glück!). Und ich LIEBE es!

Zum Abschluss machen wir noch ein Erinnerungsfoto und ich überreiche ihnen meine Mitbringsel: Jeder bekommt eine Muschel, die ich am Strand gefunden habe. Weil mir das richtige Wort nicht einfällt, nenne ich es „Muschels“, was unweigerlich zu einem roten Kopf meinerseits und anschließend zu viel Gelächter von Sonali und mir führt. Ich werde mir ab jetzt wohl für immer merken, dass die Dinger „Shells“ auf Englisch heißen.

Dann muss ich auch schon wieder los und Sonali ist so lieb und bringt mich mit ihrem Motorroller zurück zum Hostel. Im Coffeeshop lasse ich das soeben erlebte nochmal Revue passieren und schließe die Städtereise nach Panjim mit der Erinnerung an eine unglaublich herzliche Gastfreundschaft dieses süßen Paares ab.

Übrigens: Diesmal gibt’s den Beitrag auch auf Englisch, damit ihn die beiden auch lesen können… Sehr holpriges Englisch und jedem Native stellts vermutlich die Haare und Zehennägel auf, aber das Wichtigste: Die beiden haben verstanden was ich sagen will. 😉

2 Kommentare zu „#35 – Reisebericht Panjim (Panaji) – Mein Highlight: Von einem ungeplanten Wiedersehen und unglaublich herzlicher Gastfreundschaft

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