#19 – Reisebericht Bangalore / „Wie bekomme ich das alles in meinen vollen Rucksack?!“

Es geht dahin mit den Reiseberichten diverser indischer Städte… Next Stop: Bangalore.

Zurück mit dem Zug aus Mysore liefere erst einmal mein Gepäck im Hotel ab. Über booking.com buche ich das „treebo Apple Villa“ und bin positiv überrascht. Es ist das sauberste und modernste Hotel, in dem ich bisher in Indien gewohnt habe. Kosten: EUR 16 pro Nacht. Zentral gelegen (10 Minuten zu Fuß vom Botanischen Garten), Personal sehr freundlich und hilfsbereit – und wie gesagt: sauber! Einzig eher dürftig ist das Frühstück. Aber satt wird man trotzdem allemal (nur eine Frage der verfügbaren Toastbrot-Scheiben…) und für den Preis ist es auch in Ordnung.

Da ich ABSOLUT keine Lust auf Sightseeing habe, beschließe ich einen Shoppingtag einzulegen. In und um Bangalore gibt es einige Malls und ich entscheide mich – natürlich – zu einer der größten zu fahren: Phoenix Mall. So eine Art Shopping City Süd in Indien. Wenn schon denn schon. Auch wenn ich dafür 45 Minuten im Taxi sitze. Und es zahlt sich aus. Hier gibt es alles was das Shoppingherz begehrt und ich finde so gut wie alles, das ich suche: Strandkleid, Sonnenhut, Surfkleidung, Sonnenbrille etc. Und auch Dinge, die ich gar nicht gesucht habe (siehe da…!). Der einzige Herzenswunsch der offen bleibt ist ein schwarzer Bikini. Und die Frage: „Wie bekomme ich das alles in meinen vollen Rucksack?“ Die Shops haben bis 22 Uhr geöffnet und das nutze ich aus. Ein Uber für die Heimfahrt zu ergattern ist dann fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zum Glück habe ich für die Wartezeit ein „Nutella to go“ organisiert – als hätte ich es geahnt.

Am nächsten Tag gehe ich es dann aber an mit dem Sightseeing:

Tipu’s Summer Palace
Was soll ich sagen… Nett anzusehen, man kann eine Runde in und um den kleinen offenen Palast machen. Der verhältnismäßig teure Eintritt von 300 Rs (3,75 EUR) lohnt sich allerdings nicht besonders stelle ich nachher fest. Zumal ich nicht eimal Fotos für euch machen darf.

Bangalore Fort
Im Verhältnis zu allen anderen Forts, die ich bisher in Indien besichtigt habe ein Mini-Fort. 😉 Ich drehe eine kleine Runde und mache ein paar Fotos (hier darf ich…). Was mich dort beeindruckt ist das RIIIIIIESIGE Holztor. Zum Glück habe ich meine auffällige Hose an auf dem Foto und ihr könnt mich erkennen. 😉
Hier kein Eintritt.

City Market
Im Verhältnis auch sehr klein (oder habe ich wieder etwas übersehen…?). Ich schlendere um 11:30 Uhr kurz durch – die meisten beginnen gerade erst ihre Stände aufzubauen.

Jama Masjid
Die Moschee sieht von außen wirklich toll aus. Ich frage daher, ob ich hingehen darf und ein Zuständiger gewährt mir sehr freundlich Eintritt mit der Bitte meine Schuhe auszuziehen und keine Fotos zu machen. Mit einem Tuch auf dem Kopf schaffe nicht ganz eine Runde in der Moschee, bevor ich von zwei anderen Herrschaften unschön hinaus gebeten werde. Verwirrt schlüpfe ich wieder in meine Schuhe stapfe ich weiter…

Hudson Memorial Church
Die Verwirrung wird sogleich wieder in gute Laune gewandelt. Über die Mauern habe ich dieses schöne Gebäude schon vor zwei Tagen gesehen. Keine typische Sehenswürdigkeit lt. Reiseführer, aber wie wir bereits in Mysore gelernt haben, mag ich ja genau das. Obwohl das Tor nur einen kleinen Spalt offen ist, traue ich mich vorsichtig hinein. Ein Inder, der leider kein Englisch spricht gibt mir zu verstehen, dass die Kirche geschlossen ist, ich mich aber gerne umsehen kann. Nachdem ich eine Runde um das Gebäude gedreht habe, sehe eine offene (Hinter-)Türe in die Kirche und luke neugierig in die Richtung. Ein Mann, der gerade im Garten arbeitet gibt mir zu verstehen, dass ich gerne hingehen darf.

Cubbon Park / Sri Chamarajendra Park
Am besten gefällt mir der Tempel, den ich gleich zu Beginn des Parks entdecke. Fotos sind nicht erlaubt – was ich erst erfahre als ich schon einige geschossen habe…
Der Park ist ganz nett und es gibt ein paar Bänke. So nett, dass ich mich niederlasse allerdings auch wieder nicht… 😉 Es befindet sich hier auch eine Bibliothek, die aber leider gerade geschlossen ist.

Gleich außerhalb des Parks steht man vor dem Obersten Gerichtshof und gegenüber davon befindet sich das Parlament. Ein wunderschönes Gebäude. Leider der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Bangalore Palace
Nicht nur von außen, auch von innen sieht der Palast wirklich toll aus – ich bin begeistert! Total von den Socken bin ich auch davon, dass mir kostenfrei (sogar auf Deutsch) ein Audio Guide zur Verfügung gestellt wird, der mich durch das Gebäude begleitet und ich mir in Ruhe alles anhören und –sehen kann. Aus meiner Sicht ein absolutes Must, wenn man in der Stadt ist!
Eintritt inkl. Fotos mit der Handykamera: 740 Rs (9,25 EUR)

An Tag drei halte ich mich hauptsächlich im Hotel auf. Meine Energie ist auf dem Nullpunkt gelandet. Ich bin total erschöpft, müde und (daher) grantig. Nach einigen Tagen in Folge mit jeweils ca. 20.000 Schritten, ganz viel Lärm, tausenden von Eindrücken gönne ich mir einen Tag im Bett und tippe ein paar Zeilen für euch. Am Nachmittag mache ich mich nochmal auf ins Shopping-Paradies und tue etwas für meine Seele. Da mein Rucksack schon aus allen Nähten platzt, sollte es diesmal nur Window-Shopping und Soulfood geben. Was meine Seele aber dann wirklich aufheitert ist ein schwarzer Bikini, der in mein Shopping Bag wandert (und der macht „das Kraut jetzt auch nicht mehr fett…!).

Den Vormittag von Tag vier nutze ich um meinen viel zu vollen Rucksack zu packen (ich bekomme tatsächlich alles hinein!!!) und die letzten zwei Stunden vor der Abholung zum Flughafen husche ich noch zum Lal Bagh /Botanischen Garten. Die Zeit ist natürlich viiiiiiel zu kurz. Man könnte hier vermutlich einen ganzen Tag verbringen und die Seele baumeln lassen. Es gibt auch einige Dinge anzusehen und um 2,50 EUR kann man eine App als Audio Guide auf Englisch herunterladen. Ich bin etwas überrascht, dass Eintritt verlangt wird (85 Rs inkl. Kamera), aber es zahlt sich definitiv aus!

Zu Mittag mache ich mich schon auf den Weg zum Flughafen, dieser liegt ca. eine Stunde vom Stadtzentrum entfernt. Es geht zurück nach Goa an den Strand. Ich kann es kaum erwarten…

Zu Restaurantskann ich leider nichts berichten, da ich mich hauptsächlich von Fastfood und Starbucks ernährt habe… Indisches Essen gibt’s jetzt wieder in Goa.  🙂

6 Kommentare zu „#19 – Reisebericht Bangalore / „Wie bekomme ich das alles in meinen vollen Rucksack?!“

  1. Hallo Anja, nachdem ich immer nur neugierig deine Berichte lese, schreibe ich nun einmal einen Kommentar. Es ist großartig deine Reiseeindrücke zu verfolgen. Stimmungsvoll, informativ und philosophisch. Weiterhin viel Spaß und alles Gute! Herbert

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    1. Lieber Herbert!
      Vielen Dank für deine Nachricht und die lieben Worte. Es bedeutet mir viel zu wissen wer mich auf der Reise begleitet und ich freu mich, dass du Teil davon bist! 🙂
      Liebe Grüße aus Goa
      Anja

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  2. Hallo Anja, sag machst du die Fotos mit deinem Handy? Sie sind wunderschön. Anja die Gewürze sind auch sehenswert!!!! Echt spitze. Wünsche dir eine gute Zeit in Goa:) Viel Spaß beim Kitesurfen:)

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    1. Liebe Erika!
      Vielen Dank! Mal so, mal so… Die Fotos vom und im Palast sind z.B. mit dem Handy gemacht. Die Gewürze (und auch sonst die meisten) mit der Kamera. 🙂

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