#13 – Ich packe (nicht) in meinen Koffer… äh… Rucksack

Wie ganz zu Beginn angekündigt reiche ich ab und an mal Beiträge zu schon länger vergangenen Ereignissen nach. Eines dieser Ereignisse, die für meinen Geschmack durchaus teilenswert ist: Das Projekt „Rucksack-Packen“.

Ihr müsst wissen: Ich bin normalerweise eine der Frauen, die beim Reisen eine Auswahl an Kleidung haben möchte. Ich möchte spontan entscheiden auf was ich Lust habe und nehme lieber mehr mit und davon die Hälfte ungetragen wieder nach Hause, als nicht „das Richtige“ für die jeweilige Situation mitzuhaben.
… Ich bin aber auch noch nie „nur“ mit Rucksack und schon gar nicht für mehrere Monate verreist. 65 Liter wollen also gefüllt werden. 23 kg darf es nicht übersteigen. Challenge accepted. 

Nachdem ich meine Wohnung schon zwei Wochen vor Abreise komplett ausräumen musste, ist alles für Indien in einem Umzugskarton gelandet. Größe: Doppelt so groß wie der Rucksack. Befüllung: Bis oben hin versteht sich.

Einige Tage vor der Abreise schlägt meine Mama vor ein Probepacken zu machen. Zwecks neu erworbenem Drang zur Spontanität bin ich der Meinung: „Ah geh… Probepacken brauch ich nicht. Ich nehm die Sachen und steck sie in den Rucksack. Wird sich schon ausgehen.“

Am Tag vor der Abreise wird also eingepackt. Da meine Mama die beste Schlichterin ist, die ich kenne, geht das nicht ohne sie. … Leider reichen in diesem Fall auch ihre Schlicht-Kompetenzen nicht aus. Denn es ist „schlicht“ und ergreifend zu viel.

Supergestresst, weil eigentlich der Liebste schon seit Stunden wartet den letzten gemeinsamen Tag zu verbringen und megafrustriert, weil: „Was bitte soll ich von dem wenigen Zeug noch hier lassen???“ verschiebe ich das Packen dann doch auf den Abreisetag und nehme mir vor bis dahin zu überlegen auf was ich noch verzichten kann a la „Ich packe (nicht) in meinen Rucksack.“.

Gesagt getan. Es ist der 20.01.2019 – also der Abreisetag. Am Nachmittag trudeln wir bei meinen Eltern ein und widmen uns dem Abschluss des Projekts „Rucksack packen“. Schweren Herzens lasse ich meinen neuen Schlafsack zurück – der leichteste und kleinste und zugleich trotzdem superwarme neue Begleiter, den mir erst das Christkind gebracht hat… Da ich aber sicher bin, dass er in Zukunft noch oft seinen Einsatz finden wird, ist das ok. Wattepads bleiben da, 2 Hosen, eine dünne Decke, Mannerschnitten, … Und schlussendlich – quetsch, quetsch – klicken die Verschlüsse. Mit rund 16 kg kann ich ihn sogar aufheben und falle nicht nach hinten um. Challenge accomplished.

Mir ist total bewusst – es gibt ausreichend Einpacklisten auf diversesten Reiseblogs. Und trotzdem habe ich überlegt hier meine zu verewigen. Damit zum Schluss neben der allgemeinen Erheiterung (was ich alles eingepackt habe, das man nun wirklich nicht braucht) auch der Sinn der Sache (was ich alles vergessen habe, auf das man nicht vergessen sollte) erfüllt wird, verschiebe ich das auf das Ende meiner Reise. Ich werde bis dahin streichen und ergänzen, mich erheitern, freuen und ärgern – und euch natürlich, zwecks möglichem Funfaktor, beide Versionen zur Verfügung stellen. Auch Karin hat schon Unterstützung angeboten und wir werden vor unserer „Trennung“ noch einen Einpacklisten-Vergleich anstellen. Man darf also gespannt bleiben.

… Und jetzt noch eine Frage an euch: Was sind die drei Dinge, ohne die ihr nie verreisen würdet?!

16 Kommentare zu „#13 – Ich packe (nicht) in meinen Koffer… äh… Rucksack

  1. Wenn mein Koffer nur halb so groß ist, wie der Haufen an mitzunehmenden Dingen, bitte ich meistens meinen Franz um Empfehlungen, was ich daheim lassen sollte. Der kann das richtig gut!
    Normalerweise vermisse ich dann vor Ort nichts …
    PS: dank YouTube habe ich die Fisch-Pose probiert. Ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig
    🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Anja,

    am liebsten hätte ich deine Packliste schon jetzt und muss schon beim Gedanken daran schmunzeln.

    Was ich nie vergessen würde, einzupacken? Wohl mein Handy, meinen Reisepass und meinen Führerschein. Das sind wohl die wichtigsten Dinge. Den Rest kann man eh kaufen?!

    Schick dir ein großes Bussi in die Ferne.
    Hier hat’s seit ein paar Tagen frühlingshafte Temperaturen. Herrlich!

    Gefällt 1 Person

  3. Puh, 3 Dinge sind wenig! Kreditkarte, Unterwäsche, Zahnputzzeug

    Oder doch das Smartphone – was lasse ich statt dessen weg😠

    Eine unlösbare Aufgabe hast du uns gestellt, liebe Anja! Weiterhin alles Gute, Uli ☺

    Gefällt 1 Person

  4. Nicht einfach Deine Aufgabe, aber was ist schon einfach im Leben. Meine 3 Dinge: 1. Reisepass, 2. Ausweis-/Geldtascherl (darin sind Kreditkarten, Bargeld ohne Münzen, verschiedene Ausweise, Foto meiner Familie (Du, Matthias, Ingrid, Enkelkinder), 3. Handy (Sicherheit, Kommunikation mit Familie).
    Wünsche Dir noch schöne Tage in der Ferne. 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank, liebe Doris! 🙂 Lass Maria ganz lieb grüßen! Kannst ihr ja auch den Link geben. Wenn ihr mal eine Yogalehrerin zur Aushilfe im LL braucht, sagt Bescheid. 😉

      Liken

  5. Zu deinem Packen am 20.1.: ich hätte nicht gewusst, was du noch daheim hättest lassen können.
    Bin schon neugierig, was überflüssig war, außer meiner dünnen Daunenjacke , die ich dir für den Norden aufgedrängt habe. ( „ist ja eh nur so ein kleines Päckchen :-)“ )
    3 Dinge???? unvorstellbar für mich……Geld, Handy, Unterwäsche……und, und, und,…..
    Bussi von daheim!

    Gefällt 1 Person

Schreibe eine Antwort zu Inge Schulz Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.