#06 – Mit dem Nachtzug durch Indien

Wenn ich daran denke wie der Großteil der Menschen reagiert hat, als ich gesagt habe, dass ich alleine nach Indien reisen werde, bleibt jenen bei dem Titel dieses Blogbeitrags vielleicht erstmal die Luft im Halse stecken.

Zugegebenermaßen… Nachdem was man so über Indien hört – als der Hotelmanager mir meine Tour vorgelegt hat und erklärt hat, dass ich mit dem Nachtzug von Agra nach Varanasi fahren werde – mir ist auch kurz das Herz stehen geblieben.

Nachdem mich aber sowohl der Hotelmanager, als auch mein vertrauensvoller Fahrer, Chandan, einige Blogbeiträge im Internet und die Facebook-Gruppe alleinreisender Frauen überzeugt haben, dass es sicher ist, hab ich mir gedacht ich mach’s halt einfach.

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#05 – Elefantenhaut ist was Anderes

Kurz vor meiner Abreise nach Indien war ich mit meinem Freund im Tiergarten. Wir haben die letzten gemeinsamen Tage, so sehr es uns möglich war, neben allen Gedanken und Gefühlen die nächsten Monate betreffend, sehr genossen. Wir hatten Glück und im Elefantenhaus war gerade Fütterung – für die Besucher und Besucherinnen gab es dann auch einige Infos übers Mikrofon: „Elefanten haben eine besonders dicke Haut. Deshalb nennt man sie Dickhäuter, es kommt also nicht von Ungefähr.“, haben wir da erfahren.

„Bin ich auch ein Dickhäuter?“, hab ich mich gefragt. „Also wenn es Temperaturen und mein körperliches Wohlbefinden in der Kälte betrifft – definitiv Nein. Mir ist quasi immer kalt. Aber ansonsten halt ich schon was aus. Alleine für die fünf Jahre Studium neben dem Vollzeitjob war es notwendig sich eine Elefantenhaut zuzulegen. Oder im besten Falle gleich eine mitzubringen.“

Und da sitze ich jetzt. In Agra/Indien, auf der Terrasse eines Restaurants in der Sonne. Lausche den Motoren und dem Hupen. Schlürfe Chai. Und frage mich wo diese dicke Haut geblieben ist.

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#04 – Reisebericht Delhi

Am 01.02. startet meine Yogalehrerausbildung in Goa. Der Flug nach Goa hat einen Zwischenstopp in Delhi – ich habe also beschlossen hier ein paar Tage zu bleiben und mir die indische Hauptstadt anzusehen.

Komplett ohne Plan und jegliche Vorbereitung mache ich mich also am 20.01. auf den Weg und nehme den Nachtflug, mit dem ich um 10:20 Uhr Ortszeit (+4,5 Stunden Zeitverschiebung zu Österreich) lande. Auf dem Flughafen schlage ich mich durch die Visumskontrolle, wechsle Geld und befreie meinen Rucksack von der Schutzfolie. Das alles nimmt locker eine Stunde in Anspruch. Der Fahrer, den das Hotel für den Transfer organisiert hat, wartet geduldig bei Ausgang 5 auf mich, wie vereinbart.

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#03 – Vom Entscheidungen treffen und sich selbst vertrauen

„Zu viele Köche verderben den Brei.“

Ein altbekanntes Sprichwort, etwas abgedroschen vielleicht… Aber da kann schon auch was dran sein.

Ich bin absoluter Fan davon viele Meinungen einzuholen, weil ich grauenvoll im Entscheiden bin. Die umfangreichere Reiseversicherung oder die abgespecktere? Die Haare braun lassen oder wieder schwarz färben? Zum Ausgehen lieber dieses Kleid oder jene Hose? Ich befrage meine Familie und meine Freunde oder Experten. Und wenn ich ganz verrückt drauf bin, werte ich die Antworten sogar aus. Das wirklich Kuriose an der Sache ist, dass ich mich schon dabei ertappt habe, dass ich gewisse Antworten lieber höre als andere. Ist das zu fassen? Da könnte man ja direkt meinen, ich hätte selbst schon entschieden – oder zumindest eine Meinung dazu. Es fehlt also nur noch der Mut auch zu meiner Entscheidung zu stehen und es durchzuzuziehen. Auch wenn das vielleicht nicht jeder gut findet. Und auch wenn ich dann vielleicht auf die Nase falle.

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#02 – Vom (Nicht-)Schämen

„You have never heard about Agra?!?!“

… So oder so ähnlich klingt es, wenn der Inder an der Rezeption freundlich erstaunt darüber ist, wie wenig vorbereitet man nach Indien kommen kann.

Aber zurück zum Anfang. Zwischen der Namensfindung für den Blog und heute ist einiges passiert. Vom einen oder anderen werde ich noch nachträglich schreiben. Ich denke da beispielsweise an mein Erlebnis vom Rucksack-Packen. Oder dem ersten „Eigentlich-will-ich-da-überhaupt-nicht-hin-und-von-hier-gar-nicht-weg-ich-heul-jetzt-einfach-los-Moment“.

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